Wahlkampf

    Kurzer Wahlkampf hat Michael Bloomberg eine Mia. Dollar gekostet

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Multimilliardär Michael Bloomberg hat für seine gescheiterte Präsidentschaftskandidatur rund eine Milliarde US-Dollar ausgegeben.

    Michael Bloomberg
    Mike Bloomberg, ehemaliger demokratischer Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur und ehemaliger Bürgermeister von New York City, spricht auf der Konferenz des «The American Israel Public Affairs Committee» (AIPAC). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Michael Bloomberg hatte seinen Wahlkampf selbst finanziert und keine Spenden angenommen.
    • Die Präsidentschaftskandidatur hat ihn insgesamt etwa eine Milliarde US-Dollar gekostet.

    Michael Bloomberg hat innerhalb von gut drei Monaten rund eine Milliarde Dollar (970 Millionen Franken) für seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ausgegeben. Das ging am Montag aus einem Bericht der Wahlkommission (FEC) zur Finanzierung der Kampagne bis einschliesslich März hervor. Der Multimilliardär und frühere Bürgermeister von New York hatte seinen Wahlkampf selbst finanziert und keine Spenden angenommen.

    Bloomberg (78) war Anfang März nach enttäuschenden Ergebnissen bei den Vorwahlen nach nur gut drei Monaten aus dem Rennen um die Kandidatur ausgestiegen. Er hatte hunderte Millionen US-Dollar für Fernsehwerbung ausgegeben – weit mehr als alle anderen Bewerber.

    Biden Donald Trump
    Joe Biden, demokratischer Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur und ehemaliger US-Vizepräsident, gestikuliert bei einer Debatte anlässlich der demokratischen Präsidentschaftsvorwahl in den CNN-Studios. - dpa

    Nach dem jüngsten Ausscheiden des linken Senators Bernie Sanders ist der frühere Vizepräsident Joe Biden (77) inzwischen der designierte Kandidat der Demokraten. Er wird am 3. November gegen US-Präsident Donald Trump (73) antreten. Bloomberg hat zugesagt, die Demokraten im Wahlkampf finanziell zu unterstützen, um Trump zu schlagen.

    Bloomberg geriet zuletzt in Kritik

    Bloomberg, einer der reichsten Menschen der Welt, zählt wie Biden zu den gemässigten Demokraten der Mitte. Er setzte sich unter anderem für strengere Waffengesetze, den Kampf gegen den Klimawandel, Gesundheitsreformen und bessere Schulen ein. Im Wahlkampf forderte er auch höhere Steuern für Vermögende.

    Zuletzt gab es mehrfach kritische Medienberichte über Bloomberg, weil er Versprechen gegenüber seinen Wahlkampf-Mitarbeitern zur Lohnfortzahlung und Übernahme der Kosten der Krankenversicherung nicht eingehalten haben soll.

    In New York war Bloomberg 2001 zunächst als Republikaner zum Bürgermeister gewählt worden. Er leitete die Stadt durch die schwierigen Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, später dann auch durch die globale Finanzkrise. Er war bis Ende 2013 Bürgermeister der Ostküstenmetropole. Zuletzt schloss sich Bloomberg den Demokraten an und wurde einer der wichtigsten Spender für die Kandidaten und Anliegen der Partei.

    Kommentare

    Weiterlesen

    bloomberg trump
    22 Interaktionen
    Schummelt beim Golfen
    11 Interaktionen
    Nach Super Tuesday
    116 Interaktionen
    Im US-Wahlkampf
    Arbeit
    6 Interaktionen
    Chronoworking

    MEHR IN NEWS

    Bolligen BE
    Bolligen BE
    1 Interaktionen
    Sursee LU
    5 Interaktionen
    In England

    MEHR WAHLKAMPF

    walser kolumne
    42 Interaktionen
    Stimme aus Berlin
    trump republikanische abgeordnete
    US-Wahlkampf
    Journalisten
    14 Interaktionen
    Magdeburg
    Erich Vontobel Nicola Rimoldi
    55 Interaktionen
    «Total überschätzt»

    MEHR AUS USA

    Taylor Swift
    1 Interaktionen
    MTV Video Music Award
    Farthing
    12 Interaktionen
    Jackpot
    Johann Wadephul
    26 Interaktionen
    New York
    Donald Trump
    8 Interaktionen
    Washington