Kamala Harris

    Kamala Harris wird gefeiert – so will Trump das jetzt ändern

    Simon Huber
    Simon Huber

    USA,

    Kamala Harris sieht sich bislang wenig Kritik ausgesetzt. Donald Trump und sein Team wollen das nun ändern – mit verschiedenen Strategien.

    Kamala Harris
    Kamala Harris ist die Vizepräsidentin von Joe Biden und wird nun von ihm als seine Nachfolgerin für die US-Wahlen vorgeschlagen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit Bidens Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen gibt es in den US-Wahlen neues Feuer.
    • Kamala Harris soll nun für die Demokraten kandidieren. Bislang wird sie gefeiert.
    • Donald Trump und sein Team wollen sie nun aber in ein dunkles Licht rücken.

    In einer Zeit beispielloser politischer Unruhen in den USA erlebt Kamala Harris eine bemerkenswert ruhige Phase. Tony Fabrizio, der Meinungsforscher von Donald Trump, nennt es laut BBC gar eine «Harris-Hochzeitsreise».

    Es herrsche ein Zustand, in dem positive Presse und Energie sich vereinen und der Demokratin einen Schub verleihen.

    Zunächst wurden die Republikaner von der historischen Ankündigung von Joe Biden überrascht. Nun richten die Republikaner ihre Angriffe vor den US-Wahlen auf die neue mutmassliche Kandidatin aus.

    Mit diesen drei Strategien will Trump Kamala Harris laut der BBC jetzt attackieren.

    1. Kamala Harris als «radikale» Linke darstellen

    Die Schwierigkeiten von Kamala Harris gescheiterter Kampagne für die demokratische Präsidentschaftsnominierung 2020 sind gut dokumentiert. Sie umfassen eine unklare Botschaft, interne Unstimmigkeiten und eine Kandidatin, die zu peinlichen Interviews und Fehltritten neigte.

    Währenddessen vollzog sie einen scharfen Linksschwenk, um mehr im Einklang mit den demokratischen Vorwählern zu stehen. Das könnte nun eine gewisse Angriffsfläche bieten, schreibt die Zeitung.

    Donald Trump hat jetzt schon ein Video veröffentlicht, in dem er Harris als «Radikale» betitelt. Im Clip werden diverse Vorstösse vorgestellt, die sie zu dieser Zeit unterstützte.

    Auch Elon Musk hat auf seiner Plattform X Kamala Harris als «woke» dargestellt. So machte er sich über ein Video lustig, in dem sie sich selbst genau beschrieb und ihre Pronomen nannte.

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    Dieses Video repostete Elon Musk auf X. Vizepräsidentin Kamala Harris stellt sich dabei für blinde Menschen im Raum vor. - X / @greg_price11

    Was er dabei nicht erwähnte: So stellten sich bei dem Anlass alle Teilnehmenden vor. Gedacht war die Beschreibung als Unterstützung für die anwesenden Blinden.

    2. Harris mit Biden in Verbindung bringen

    Umfragen zeigen, dass die Biden-Kampagne seit Monaten ins Stocken geraten ist. Seine Einwanderungspolitik war unbeliebt und trotz einer sich erholenden Wirtschaft gaben ihm die Wähler die Schuld an höheren Preisen.

    Für die BBC ist klar: Harris wird als Vizepräsidentin zumindest teilweise an der Gesamtbilanz der aktuellen Regierung hängen – zum Guten oder zum Schlechten.

    Die Republikaner versuchen bereits jetzt, ihr das Einwanderungsproblem anzuhängen. So bezeichnen sie sie als «Grenzzarin» – eine ungenaue, aber schädliche Charakterisierung.

    3. Ihre Jahre als Staatsanwältin angreifen

    In ihrer ersten öffentlichen Veranstaltung für die US-Wahlen griff Kamala Harris Ex-Präsident Trump scharf an. Sie betonte, dass sie als Staatsanwältin und Generalstaatsanwältin von Kalifornien gegen «Täter aller Art» vorgegangen sei.

    Zur Erinnerung: Donald Trump ist selbst ein verurteilter Straftäter.

    Kamala Harris
    Donald Trump will Kamala Harris als radikale Linke darstellen. - keystone

    Die Trump-Kampagne zeigt bereits Anzeichen dafür, wie sie reagieren könnte. Sie greifen sie dafür an, zu hart gewesen zu sein. Insbesondere gegenüber schwarzen Männern wegen Drogendelikten. Dies ist ein Versuch, die Unterstützung von ihrer Wähler-Basis zu untergraben.

    Vor US-Wahlen herrscht Rennen um die Definition von Harris

    In seinem Memo sagte Trump-Meinungsforscher Fabrizio, dass Kamala Harris «nicht ändern kann, wer sie ist oder was sie getan hat».

    Er versprach, dass die Wähler sie bald als Bidens «Partnerin und Co-Pilotin» sehen. Zudem sollen sie über ihre «gefährlich liberale Bilanz» erfahren werden.

    Wird Kamala Harris im November zur US-Präsidentin gewählt?

    In den kommenden Wochen wird der Kampf um die Definition von Harris einen langen Weg gehen. Dadurch wird bestimmt, wie die Öffentlichkeit sie sieht, wenn sie im November bei den US-Wahlen zur Urne geht.

    Kommentare

    User #224 (nicht angemeldet)

    Trump ist ein Verkäufer und Baulöwe. Streng gesehen ist er eigentlich kein Politiker. Als er in Nordkorea bei Kim Jong-un zu Besuch war, sagte er am Meer zu ihm, da könnte man schöne Hotels bauen.

    User #4347 (nicht angemeldet)

    Musk gibt seinen Senf dazu...ist Nau auf per du oder gibt auch noch Reporter senf dazu ?

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