«Gotteslästerung»: US-Professorin zeigte Mohammed-Bild – gefeuert

    Lou Pflugshaupt
    Lou Pflugshaupt

    USA,

    Erika López Prater ist ihren Job los: Die US-Professorin zeigte ihren Studenten ein Mohammed-Bild. Wegen «Gotteslästerung» wurde sie daraufhin gefeuert.

    uni
    An der Hamline University wurde eine Professorin gefeuert, weil sie ein Abbild vom Propheten Mohammed zeigte. (Symbolbild) - Pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • Erika López Prater ist ihren Job an der Hamline University in den USA los.
    • Die Professorin wurde gefeuert, weil sie im Kurs ein Abbild des Propheten Mohammed zeigte.
    • Dies sei «Gotteslästerung» und deswegen islamfeindlich.

    Ein Vorfall an der Privatuniversität Hamline in Minnesota (USA) schlägt hohe Wellen: Die Professorin Erika López Prater wurde gefeuert, weil sie in einem Kurs ein Abbild des Propheten Mohammed zeigte.

    Grund: Für viele Musliminnen und Muslime gelten Abbildungen ihres Propheten als «Gotteslästerung». Nach dem Unterricht reichte eine muslimische Studentin deswegen Beschwerde bei der Verwaltung ein. Andere muslimische Studenten, die bei der Vorlesung nicht anwesend waren, haben sie dabei unterstützt.

    erika lópez prater
    Dieses Bild behandelte Erika López Prater im Unterricht. Es stammt aus dem Jahr 1306 und zeigt den Engel Gabriel, der auf den Propheten Mohammed zeigt und ihm die erste Koran-Offenbarung übe - Twitter / @NSteposnek

    Dies, obwohl López Prater vor dem Kurs angekündigt hatte, dass sie dieses Bild zeigen werde. Wenn jemand ein Problem damit habe, könne er oder sie sich melden und müsse nicht erscheinen. Auch am Tag der Präsentation habe sie noch einmal darauf hingewiesen. Allerdings habe sich niemand gemeldet und alle seien geblieben, schreibt die «New York Times» zum Vorfall.

    Respekt für muslimische Studenten vor «akademischer Freiheit»

    Nachdem sich die Studentin gemeldet hatte, wurde der Vorfall von der Verwaltung der Hochschule als klar islamfeindlich eingestuft. In einer E-Mail hiess es, der Respekt für muslimische Studenten habe «Vorrang vor der akademischen Freiheit». Auch die Uni-Präsidentin setzte ihre Unterschrift darunter.

    Finden Sie es korrekt, dass Erika López Prater gefeuert wurde, weil sie ein Abbild des Propheten Mohammed zeigte?

    Im Netz wird das Vorgehen der Privatuniversität scharf kritisiert, und auch der Autorenverband PEN America äusserte sich. Der Verband bezeichnet die Reaktion der Universität als «einen der ungeheuerlichsten Verstösse gegen die akademische Freiheit der letzten Zeit».

    Sogar Muslime melden sich und schreiben, es sei übertrieben, das Vorgehen der Lehrerin als islamfeindlich zu bezeichnen. Viele stellen sich hinter die Professorin und fordern: Sie solle ihren Job an der Uni sofort zurückerhalten.

    Weiterlesen

    Auge blind salman rushdie
    22 Interaktionen
    Seit Messerangriff
    1 Interaktionen
    Doha
    salman rushdie
    Gemäss Verlag
    Leapmotor B03X
    160 Interaktionen
    Nur 23’900 Franken

    MEHR IN NEWS

    susie
    2 Interaktionen
    Wird ersetzt
    Schaffhausen SH
    3 Interaktionen
    Schaffhausen
    aktien
    Panikartiger Start

    MEHR AUS USA

    1 Interaktionen
    Washington
    2 Interaktionen
    Austin
    pike
    Nach Pike-Debakel
    ki blase
    7 Interaktionen
    Börsenturbulenzen