George Floyd

    George Floyd: Prozess gegen Polizisten erst im nächsten Jahr

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    USA,

    Das Hauptverfahren gegen vier wegen der Tötung des Afroamerikaners George Floyd angeklagte Ex-Polizisten soll am 8. März nächsten Jahres beginnen.

    George Floyd
    Im Prozess um den Todesfall des Afroamerikaners George Floyd durch Polizisten hat ein US-Richter das Verfahren auf Anfang März 2021 festgelegt. - sda - KEYSTONE/AP/Cedric Hohnstadt

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Prozess gegen die vier Polizisten im Fall George Floyd wird im März 2020 stattfinden.
    • Zuvor soll es am 11. September noch eine Anhörung zu Verfahrensfragen geben.

    Über den Prozessbeginn am 8. März 2021 verfügte laut US-Medienberichten Richter Peter Cahill am Montag (Ortszeit). Cahill setzte zudem eine Anhörung zu Verfahrensfragen für den 11. September 2020 an.

    Er warnte die Beteiligten auch, dass bei weiteren öffentlichen Äusserungen zu dem Fall eine Verlegung des Verfahrens an einen anderen Ort nötig sein könnte, um einen fairen Prozess zu garantieren, wie etwa die örtlichen Fernsehsender ABC5 und Kare11 berichteten.

    Derek Chauvin
    Derek Chauvin kniete mehrere Minuten lang auf George Floyd. Später verstarb der Festgenommene im Spital. - Hennepin County Jail/AFP/Archiv

    Der Hauptangeklagte Derek C. nahm über Videolink aus dem Gefängnis an der Anhörung teil. Die übrigen drei waren im Gerichtssaal präsent, wie die Medien weiter berichteten. Den Angeklagten drohen lange Haftstrafen. Zwei der inzwischen entlassenen Polizisten sind auf Kaution frei.

    Tod von George Floyd löste Proteste aus

    Der unbewaffnete Floyd war am 25. Mai in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota bei einer Festnahme ums Leben gekommen. Sein Tod führte im ganzen Land zu Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus.

    Die Polizeibeamten hatten Floyd wegen des Verdachts, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen. Sie drückten ihn auf der Strasse zu Boden.

    George Floyd
    Kurz vor dem Verlust des Bewusstseins rief George Floyd zweimal nach seiner «Mama». - Screenshot/NewYorkTimes

    Der weisse Beamte Derek C. drückte sein Knie rund acht Minuten lang in Floyds Hals, während dieser flehte, ihn atmen zu lassen. Floyd verlor der Autopsie zufolge das Bewusstsein und verstarb an Ort und Stelle.

    Ein Polizist plädierte auf nicht schuldig

    Derek C. wird unter anderem Mord zweiten Grades vorgeworfen, worauf in Minnesota bis zu 40 Jahre Haft stehen. Den übrigen Ex-Polizisten wird Beihilfe zur Last gelegt.

    Einer von ihnen, Alexander K., plädierte auf nicht schuldig und berief sich auf das Recht der Anwendung verhältnismässiger Gewalt zur Selbstverteidigung, wie ein bei Gericht eingereichtes Dokument zeigte.

    George Floyd
    Die Behörden in Minnesota publizierten diese Bilder der involvierten Polizisten beim Tod von George Floyd: Von links Derek Chauvin, J. Alexander Kueng, Thomas Lane und Tou Thao. - Keystone

    Die Anwälte der übrigen Angeklagten nahmen zu den Vorwürfen noch nicht Stellung, wie die örtlichen Medien berichteten. Die etwa einstündige Anhörung wurde nicht im Fernsehen übertragen. Der Zugang zum Gerichtssaal für Journalisten war auch wegen der Coronavirus-Pandemie begrenzt worden.

    Kommentare

    Weiterlesen

    George Floyd
    197 Interaktionen
    Neue Aufnahmen
    FC Burnley
    69 Interaktionen
    Burnley-Captain
    George Floyd
    33 Interaktionen
    Floyd-Tod
    Weiterbildung
    Weiterbildung hilft

    MEHR IN NEWS

    KI
    8 Interaktionen
    Wegen KI

    MEHR GEORGE FLOYD

    Chauvin
    12 Interaktionen
    Ex-Polizist
    floyd
    Fall George Floyd
    Fall George Floyd
    1 Interaktionen
    George Floyd

    MEHR AUS USA

    4 Interaktionen
    Washington
    Eine Landkarte zeigt Saudi-Arabien.
    1 Interaktionen
    New York
    cnn
    8 Interaktionen
    Streit geht weiter
    8 Interaktionen
    New York