Ex-US-Justizminister über Trump: «Er wird Chaos liefern»

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    USA,

    Ex-US-Justizminister Barr kritisiert, dass Trump nicht die Disziplin habe, als Präsident seine Politik umzusetzen. Er werde Chaos liefern.

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    William Barr war der Justizminister während eines Jahres der Präsidentschaft von Donald Trump. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trump ist laut Ex-Justizminister Barr der letzte, der seine Politik umsetzen könne.
    • Es fehle ihm die «Fähigkeit zu strategischem und linearem Denken.
    • Es sei eine Horrorshow, wenn Trump sich selbst überlassen werde.

    Der frühere US-Justizminister William Barr hat seinem Ex-Chef, dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump, jede Eignung für eine weitere Amtszeit abgesprochen.

    Barr sagte bei einer Veranstaltung in Cleveland im Bundesstaat Ohio, auf die Frage, ob Trump emotional fit dafür sei, noch mal ins Weisse Haus einzuziehen: «Wenn man an seine Politik glaubt, dann ist er der letzte, der sie tatsächlich umsetzen und erreichen könnte. Er hat nicht die nötige Disziplin.» Trump habe nicht «die Fähigkeit zu strategischem und linearem Denken» oder dazu, Prioritäten zu setzen und Dinge «im System» durchzubringen, kritisierte Barr.

    Donald Trump
    Donald Trump kandidiert 2024 erneut als Präsident. - Keystone

    «Es ist eine Horrorshow, wenn er sich selbst überlassen ist», sagte der 72-Jährige. Man könne Trumps Politik wollen, «aber Trump wird keine Trump-Politik liefern – er wird Chaos liefern».

    Trump hatte im vergangenen November angekündigt, er wolle bei der Präsidentenwahl 2024 erneut für die Republikaner ins Rennen gehen. Unter den möglichen republikanischen Anwärtern liegt der 76-Jährige in Umfragen bislang vorne.

    Barr war von 2019 bis Ende 2020 Justizminister in der Regierung von Trump. Kurz vor dem Ende von Trumps Amtszeit war der Minister damals aus dem Amt geschieden – nach Differenzen mit dem damals abgewählten Präsidenten über dessen Feldzug gegen den Wahlausgang.

    Barr: Vom Trump-Justizminister zum scharfen Kritiker

    Trump weigert sich bis heute, seine Niederlage bei der Präsidentenwahl 2020 einzugestehen und behauptet unbeirrt und ohne jeden Beleg, er sei durch massiven Betrug um einen Sieg gebracht worden.

    Barr hatte sich bereits in den vergangenen Monaten als scharfer Kritiker seines früheren Chefs hervorgetan und den Ex-Präsidenten etwa mit Aussagen vor dem Untersuchungsausschuss zur Attacke auf das US-Kapitol belastet. Anhänger Trumps hatten am 6. Januar 2021 gewaltsam den Parlamentssitz in Washington erstürmt.

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