In zahlreichen Städten in den USA sind Demonstranten auf die Strassen gegangen, um für strenge Waffengesetze zu protestieren.
Demonstrierende nehmen an der zweiten «March for Our Lives»-Kundgebung zur Unterstützung der Waffenkontrolle vor dem Washington Monument teil. Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa
Demonstrierende nehmen an der zweiten «March for Our Lives»-Kundgebung zur Unterstützung der Waffenkontrolle vor dem Washington Monument teil. Foto: Jose Luis Magana/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Jose Luis Magana
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Das Wichtigste in Kürze

  • In zahlreichen Städten der USA ist es zu Demonstrationen gekommen.
  • Die Demonstrierenden fordern nach dem Massaker in Texas strengere Waffengesetze im Land.
  • An einer texanischen Grundschule wurden am 24. Mai unter anderem 19 Kinder erschossen.

In Washington und anderen Städten in den USA haben zahlreiche Menschen für strengere Waffengesetze demonstriert. Das als Reaktion auf das Massaker an einer Grundschule in Texas vor zweieinhalb Wochen. Bei der zentralen Kundgebung in der US-Hauptstadt Washington nahmen am Samstag Tausende Menschen an dem «Marsch für unsere Leben» teil. Das berichtete eine dpa-Reporterin.

Die Demonstranten hielten Schilder in die Luft. Zu lesen waren Aufschriften wie «Gedanken und Gebete sind nicht genug», «Schützt Kinder, nicht Waffen» und «Genug ist genug». Die Veranstalter hatten zu Demonstrationen in mehreren Städten in den Vereinigten Staaten aufgerufen.

19 Kinder bei Massaker in Texas umgekommen

In der texanischen Kleinstadt Uvalde hatte am 24. Mai ein 18-Jähriger mit einem Sturmgewehr in einer Grundschule 19 Kinder und zwei Lehrerinnen erschossen. Zum ersten «Marsch für unsere Leben» war es nach dem Massaker in Parkland im US-Bundesstaat Florida gekommen. Dort hatte im Februar 2018 ein 19 Jahre alter Schütze 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen und weitere Menschen verletzt.

Bei der Kundgebung in Washington sprach unter anderem Manuel Oliver, der seinen Sohn bei dem Massaker in Parkland verloren hatte. Oliver rief Schüler dazu auf, dem Unterricht fernzubleiben, um den Druck auf die Politik zu erhöhen, strengere Waffengesetze zu verabschieden. «Wir rufen auf zu einem landesweiten Streik amerikanischer Schüler aller Bildungsstufen», sagte er. Von US-Präsident Joe Biden forderte Oliver, im Weissen Haus ein Büro für die Prävention von Waffengewalt zu schaffen.

Manuel Oliver
Manuel Oliver spricht zu den Menschen. - keystone

Biden sagte den Demonstranten am Freitag am Rande eines Besuchs in Los Angeles seine Unterstützung zu. Der Demokrat forderte mit Blick auf die Kongresswahlen im November, strengere Waffengesetze müssten für die Wähler ein entscheidendes Kriterium sein.

Biden forderte auf Twitter erneut den Kongress dazu auf, strengere Regelungen zu erlassen und Sturmgewehre zu verbieten. «Wir dürfen das amerikanische Volk nicht wieder im Stich lassen.» Strengere Waffengesetze scheitern seit langem am Widerstand der Republikaner im Kongress.

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