Coronavirus: New York muss Todesopfer in Kühltrucks zwischenlagern

    Andrea Schweizer
    Andrea Schweizer

    USA,

    Das Coronavirus fordert auch in Amerika täglich neue Opfer. Besonders New York ist stark betroffen. Den Leichenhallen geht derweil der Platz aus.

    new york coronavirus
    Das Coronavirus fordert in den USA immer mehr Todesopfer. Weil die Leichenhallen voll sind, werden sie in Kühltrucks zwischengelagert. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Coronavirus verbreitet sich auch in den USA rasant.
    • Die Leichenhallen von New York stossen bereits jetzt an ihre Grenzen.
    • Deshalb werden die Toten vorübergehend in Kühltrucks gelagert.

    Die USA zählen bisher am meisten Corona-Infizierte. Derzeit sind über 142'700 Menschen am Coronavirus erkrankt. Bis gestern (Sonntag) Abend zählten die Vereinigten Staaten zudem rund 2500 Todesfälle – zu viele für das ohnehin überlastete Gesundheitssystem. Doch es soll noch schlimmer kommen – Donald Trump rechnet mit mindestens 100'000 Corona-Toten.

    Coronavirus: Spitäler müssen Tote in Kühltrucks lagern

    Am härtesten trifft es die Metropole New York. Dort wurden bis gestern Abend fast 34'000 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund ein Drittel davon entfällt auf den Stadtteil Queens, wie «Daily Mail» berichtet. «Die Zahlen sind erschütternd», sagt New -Yorks Bürgermeister Bill de Blasio.

    Innerhalb von 24 Stunden kamen in der Metropole 161 neue Todesfälle hinzu. Die Leichenhallen sind bis auf den letzten Platz voll. Deshalb sind Spitäler gezwungen Kühltrucks als stationäre Leichenhallen zu benutzen. In einem Truck können somit 44 Leichen untergebracht werden.

    Spanien funktionierte ein Eisstadion zur Leichenhalle um

    Ein 38-jähriger New Yorker Krankenpfleger veröffentlichte ein Foto aus dem Inneren eines solchen Trucks. Gegenüber «Buzzfeed News» erwähnt er, dass er kurz zuvor noch die Hand einer Patientin hielt, welche im Sterben lag. Nun ist sie eine von jenen Menschen, die im Truck verweilen.

    spanien coronavirus
    Durch das Coronavirus gelangt auch das spanische System an seine Grenzen. Vor dem Palacio de Hielo, einer olympischen Eishalle, fahren pausenlos Leichenwagen vor. - Keystone

    Bereits zu 9/11 wurden Kühltrucks als vorübergehende Leichenhallen verwendet. Damals wurden sie, im Gegensatz zu heute, nicht gebraucht, wie der Arzt Steve Kasspidis zu «Sky News» sagte.

    Auch in anderen Ländern wird der Platz in den Leichenhallen knapp. So wurde in Spaniens Hauptstadt Madrid ein Olympia-Eisstadion ebenfalls unfunktioniert, wie «SRF» gestern berichtete.

    Kommentare

    Weiterlesen

    d
    469 Interaktionen
    Oberste Lehrerin
    16 Interaktionen
    «Mission impossible!»
    4 Interaktionen
    Washington

    MEHR IN NEWS

    kühne + nagel
    Schindellegi
    trump
    US-Sanktionen
    1 Interaktionen
    Zürcher Sechseläuten

    MEHR AUS USA

    europa Wadephul
    10 Interaktionen
    «Neue Stufe»
    Wolodymyr Selenskyj ukraine selenski
    30 Interaktionen
    New York
    John Coltrane
    Musikalische Suche
    Open AI
    1 Interaktionen
    San Francisco