Berüchtigtes Gefängnis Rikers Island in New York wird geschlossen

    AFP
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    USA,

    Die berüchtigte Gefängnisinsel Rikers Island in New York soll geschlossen werden: Der Stadtrat bewilligte am Donnerstag einen milliardenschweren Plan, der vorsieht, den riesigen Gefängniskomplex bis 2026 durch kleinere Haftanstalten zu ersetzen.

    Gefängniskomplex Rikers Island
    Gefängniskomplex Rikers Island - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • New York will Gefängniskomplex durch kleinere Haftanstalten ersetzen.

    Wegen der überalterten Infrastruktur und häufiger Gewalt fordern Menschenrechtler und Kriminalwissenschaftler seit Jahren die Schliessung des Gefängnisses, in dem bereits prominente Häftlinge wie den Rapper Tupac Shakur und der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn einsassen.

    Der Stadtrat von New York stimmte nun dem 8,7 Milliarden Dollar (7,8 Milliarden Euro) schweren Plan von Bürgermeister Bill de Blasio zu. «Das Zeitalter der Masseninhaftierung ist vorbei», sagte De Blasio im Anschluss vor Journalisten. In den 90er Jahren waren bis zu 20.000 Menschen auf der Gefängnisinsel untergebracht, zuletzt waren es noch etwa 8000.

    Anstelle von Rikers Island sollen vier neue Gefängnisse in den Stadtteilen Manhattan, Brooklyn, Queens und der Bronx entstehen. Die Stadtregierung verspricht bessere Haftbedingungen in den neuen Einrichtungen, zudem sollen sie sicherer und leichter erreichbar für die Angehörigen der Gefangenen sein. Dies soll die Resozialisierung der Gefangenen nach ihrer Freilassung erleichtern.

    Die Entscheidung der Stadtregierung rief auch Protest hervor. Kritik wurde vor allem an De Blasios Vorhaben laut, Rikers Island durch zentrumsnahe Haftanstalten zu ersetzen. Andere Gegner des Plans forderten, das bewilligte Geld lieber für die Bekämpfung von Kriminalitätsursachen einzusetzen.

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