Auch Trump gibt Migration Schuld: «Schliesst die Grenzen!»
Trump und Vance schlagen Alarm: Sie machen die Einwanderung für die Gewalt in Frankreich verantwortlich und warnen vor ähnlichen Zuständen in den USA.

Das Wichtigste in Kürze
- JD Vance gibt der Einwanderung aus ärmeren Ländern die Schuld an den Ausschreitungen in Frankreich.
- Donald Trump fordert Frankreich auf, die Grenzen zu schliessen und die Einwanderung stärker zu kontrollieren.
- Trump und Vance warnen, dass den USA ähnliche Probleme drohen, wenn die Demokraten die Kongresswahlen gewinnen.
US-Vizepräsident JD Vance hat Einwanderung aus ärmeren Ländern für die Ausschreitungen bei den jüngsten Protesten in Frankreich verantwortlich gemacht.
Gut zwei Wochen vor den Kongresswahlen in den USA schrieb der Republikaner auf der Plattform X, linke Politiker in Frankreich und anderen Ländern hätten «im Namen von Vielfalt und Mitgefühl» die «Dritte Welt» ins Land geholt.
Dabei habe Frankreich nicht auf «Assimilation und Kompatibilität» der Menschen geachtet, kritisierte er weiter. Die Politiker seien gewarnt worden, dass es so kommen würde, hätten aber nicht zugehört.

Eine solche Zukunft blühe den USA auch, falls die Demokraten im Kongress das Sagen hätten, schrieb er weiter. «Ich hoffe, die Amerikaner gucken sich das an.»
Präsident Donald Trumps Republikaner hoffen, bei den Abstimmungen am 3. November ihre knappen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat zu verteidigen.
«Frankreich brennt»
«Frankreich brennt!», schrieb Trump einige Stunden später auf seiner Plattform Truth Social und schlug in eine ähnliche Kerbe. «Die Zuwanderung von Menschen aus einer komplett anderen Welt, von Menschen mit hasserfüllten Herzen, hat dieses einst so grossartige Land zerrüttet. Schliesst eure Grenzen und übernimmt die Kontrolle, bevor es zu spät ist!»

In Frankreich war es am Samstag am Rande von Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten, an denen sich Hunderttausende überwiegend friedlich beteiligten, auch zu schweren Ausschreitungen gekommen.
Frankreichs Regierung sprach von «gewalttätigen ultralinken» Randalierern. Das Thema Migration schien zunächst keine grössere Rolle zu spielen.
Trumps Regierung setzt in den USA auf einen harten Kurs gegen Migranten und brüstet sich mit Massenabschiebungen. Der Präsident und sein Vize haben Europa auch in der Vergangenheit immer wieder für seine angeblich laxe Asyl- und Migrationspolitik kritisiert.
















