Amazon: Software für schnelle Stimm-Imitation vorgestellt

Keystone-SDA
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USA,

In weniger als einer Minute lernt eine neue Technologie von Amazon, eine menschliche Stimme nachzuahmen. Die Software wurde am Donnerstag präsentiert.

Amazon
Amazon nennt die neue Version der Sprachassistenz-Software, die sich wie ein KI-Chatbot mit Nutzern unterhalten kann, Alexa+ und führt sie bisher schrittweise in den USA ein. (Symbolbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine neue Software von Amazon kann menschliche Stimmen extrem gut nachahmen.
  • Dafür braucht sie nur eine Minute Zeit.
  • Amazon wird vorgeworfen, Stimmen von Verstorbenen zu konservieren.

Amazon hat eine Software entwickelt, die aus weniger als einer Minute Sprache die Stimme eines Menschen nachahmen kann.

Ein vernetzter Lautsprecher las mit der Sprachassistentin Alexa «Der Zauberer von Oz» einem Jungen mit der Stimme seiner Grossmutter vor. Das demonstrierte der Online-Konzern am Donnerstag.

Für Kritik sorgte, dass der Online-Konzern ins Gespräch brachte, mit Hilfe der Software Stimmen verstorbener Familienmitglieder zu konservieren. Alexa-Forschungschef Rohit Prasad verwies darauf, dass viele geliebte Menschen in der Corona-Pandemie verloren hätten.

«Künstliche Intelligenz kann diesen Schmerz nicht verschwinden lassen. Aber sie kann definitiv die Erinnerung am Leben erhalten», sagte er vor der Demonstration der Technik. In einem Interview mit dem Technologie-Blog «Techcrunch» betonte Prasad danach, dass die Grossmutter aus der Vorführung durchaus am Leben sei.

Software braucht extrem wenige Ausgangsdaten

Der technische Durchbruch von Amazon ist, dass die Software eine Stimme mit so wenig Ausgangsdaten nachahmen kann. Bisher musste man dafür mehrere Stunden Text einsprechen.

Bei der Technologie handelt es sich um ein Experiment und es ist offen, ob sie die Verbraucher erreicht. Ein Professor für Computerwissenschaften der University of Buffalo, Siwei Lyu, zeigte sich besorgt über das Missbrauchspotenzial der Software.

So könnten sich Übeltäter als Familienmitglieder ausgeben oder jemand mit fingierten Äusserungen von Top-Managern Aktienmärkte durcheinanderbringen. Davor warnte er beim Finanzdienst Bloomberg.

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