Amazon führt Trinkgeld-Service ein

Manuela Bär
Manuela Bär

USA,

Der Online-Händler Amazon führt einen Trinkgeld-Service für seine Fahrerinnen und Fahrer ein. Ob das Geld direkt bei ihnen ankommt, wird jedoch angezweifelt.

Amazon
Das EU-Gericht hat Amazons Klage gegen seine Pflichten als grosse Online-Plattform abgewiesen. (Archivbild) - afp

Das Wichtigste in Kürze

  • Amazon hat ab dem 7. Dezember in den USA einen Trinkgeld-Service für die Fahrenden.
  • Gleichzeitig wird der Konzern aber dafür angeklagt, Trinkgeld selbst eingesteckt zu haben.
  • Dies soll zwischen 2016 und 2019 bereits so passiert sein.

Amazon steht immer wieder wegen schlechten Arbeitsbedingungen in der Kritik. Nun soll ein Trinkgeld-Service für Amazon-Fahrerinnen und Fahrer in den USA eingeführt werden. Ohne, dass der Kunde selbst bezahlen muss, kann man der Fahrerin 5 US-Dollar Trinkgeld geben.

«Ab dem 7. Dezember wird immer, wenn ein Kunde ‹Alexa, bedanke dich bei meinem Fahrer› sagt, der Fahrer, über die Wertschätzung informiert. Zur Feier dieser Funktion erhalten die Fahrer für jedes Dankeschön zusätzlich 5 US-Dollar, ohne dass dem Kunden Kosten entstehen.» Dies schreibt Amazon in einer Pressemitteilung.

Amazon nutzt Trinkgeld, um Lohnkosten zu subventionieren

Kurz nach Ankündigung der Aktion folgte jedoch bereits die Klage. So berichtete «Fox Business», dass Amazon in der Vergangenheit Trinkgelder von den Fahrenden abgezogen habe. Karl Racine klagt, dass vom Unternehmen seit Jahren Trinkgelder von Fahrenden abgezogen werden, um die eigenen Lohnkosten zu subventionieren.

Der Generalstaatsanwalt von Washington (USA) sagt in seiner Klageschrift: «die Verbraucher seien zwischen 2016 und 2019 in dem Glauben gelassen worden, sie würden Trinkgelder direkt an ihre Lieferfahrer zahlen. Dadurch sollten die Löhne der Fahrer um die von den Verbrauchern festgelegten Beträge erhöht werden.» Eine Stellungnahme ist des Internet-Riesen ist noch nicht erfolgt.

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