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Skodas Luxus-SUV: Angriff auf Kia und Hyundai

Maia Schmied
Maia Schmied

Bern,

Seit Ende Juni im Verkauf – der neue Skoda Peaq. Škoda greift mit dem neuen, vollelektrischen SUV das etablierte Premium-Segment gezielt an.

Skoda Peaq
Dieses Modell markiert Skodas Vorstoss in das Segment der gehobenen Elektromobilität. - Skoda

Der europäische Automarkt verlangt radikale Schritte, und Škoda liefert mit dem Peaq eine echte Kampfansage an die Konkurrenz. Als gigantisches SUV-Flaggschiff bricht der Tscheche mit alten Konventionen und bietet wahlweise bis zu sieben vollwertige Sitzplätze.

Mit einer stolzen Länge von fast 4.90 Metern übertrifft er das bisherige Verbrenner-Pendant Kodiaq deutlich. Unter der aerodynamischen Haube steckt bewährte MEB-Technologie, die eine maximale Reichweite von satten 642 Kilometern ermöglicht.

Mit einem Basispreis von 60’350 Schweizer Franken wildert das neue Flaggschiff direkt im Revier von Hyundai Ioniq 5 oder Kia EV9. Dabei drängt die VW-Tochtermarke mit hochwertigen, tierfreien Materialien und edlem Design so nah wie nie zuvor ins echte Luxussegment.

Platzwunder mit kleinen Schwächen beim Laden

Der tschechische Riese setzt beim Ladevolumen die absolute Benchmark im Segment der elektrischen Familien-SUVs. Ein rekordverdächtiger Kofferraum von bis zu 1'010 Litern in der Fünfsitzer-Version lässt die Konkurrenz regelrecht verblassen.

Skoda Peaq
Skandinavischer Minimalismus: Das Heckdesign folgt der neuen Designphilosophie «Modern Solid», die für Robustheit und Funktionalität steht. - Skoda

Selbst der bisherige Klassenprimus Tesla Model Y muss sich bei diesem gewaltigen Raumangebot geschlagen geben. Auf der Langstrecke zeigt der Peaq jedoch eine spürbare Verwundbarkeit bei der Ladegeschwindigkeit am Schnelllader.

Eine maximale Ladedauer von 28 Minuten für den Sprint von 10 auf 80 Prozent ist zwar solide, aber keineswegs zukunftsweisend. Hier bieten asiatische Mitbewerber mit moderner 800-Volt-Technologie bereits deutlich schnellere Boxenstopps für ungeduldige Schweizer Autofahrer.

Technische Highlights im noblen Lounge-Interieur

Im Innenraum punktet der Stromer mit einem vertikalen 13.6-Zoll-Bildschirm und einem hochentwickelten Augmented-Reality-Head-up-Display. Die präzise Software projiziert Richtungsanweisungen direkt auf den Asphalt, was die Fahrsicherheit erheblich steigert.

Ein optionales Premium-Soundsystem von Sonos verwandelt das Cockpit zusammen mit ergonomischen Massagesitzen in eine rollende Wohlfühloase. Trotz des digitalen Fokus hält Škoda glücklicherweise an einigen physischen Smart Dials für die Klimabedienung fest.

Škoda greift mit dem neuen, vollelektrischen Peaq das Premium-Segment frontal an.

Als echtes Multitool verfügt der Wagen zudem über eine praktische bidirektionale Ladefunktion für E-Bikes. Das adaptive Fahrwerk bügelt Unebenheiten auf Schweizer Pässen souverän glatt und vermittelt überraschend viel Agilität.

Kritisieren muss man allerdings das hohe Leergewicht, welches sich in engen Haarnadelkurven trotz Heckantrieb bemerkbar macht. Zudem verlangt die optionale dritte Sitzreihe kräftige Aufpreise, die das attraktive Basis-Preisschild schnell nach oben treiben.

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