Reto Nause, Berner Sicherheitsdirektor, bezieht Stellung zu den Forderungen der Reitschule und dem Gummischrot-Smiley-Vorfall.
Reitschule und Polizei: Sicherheitsdirektor Reto Nause antwortet auf die Forderungen der Reitschule und nimmt Stellung zum Smiley-Gummischrot. - Nau
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Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Berner Reitschule wurde Gummischrot mit einem «Smiley» darauf abgefeuert.
  • Sicherheitsdirektor Reto Nause regt sich über den Vorfall masslos auf.

In einem offenen Brief an die Stadt Bern fordert die Reitschule in Zukunft auf sämtliche Gummigeschosse im Stadtgebiet Bern zu verzichten. Anlass dazu waren die Auseinandersetzungen zwischen Linksautonomen und der Berner Kantonspolizei vor der Reitschule vor gut einer Woche.

Sicherheitsdirektor Reto Nause sagt dazu: «Gummischrot ist ein Distanzmittel. In anderen Ländern wo kein Gummischrot eingesetzt wird, müssen die Einsatzbeamten mit Schlagstöcken in den «Nahkampf» mit Hooligans.» Diese führe dazu, dass man viel mehr Verletzte haben würde. Die Forderung sei deshalb im Effekt total verfehlt.

Reto Nause: «Das schadet der Reputation des ganzen Corps.»

Sicherheitsdirektor Reto Nause im Interview.

Ein Polizist hat ein «Smiley» auf eine Gummischrotkugel gezeichnet, welche die Polizei bei den Auseinandersetzungen abschoss. Nause hält diese Aktion für «vollkommen blödsinnig und verfehlt». Die Aktion widerspreche dem Verhaltenskodex der Kantonspolizei und den Dienstanweisungen und ergänzt: «Hier hat ein Individuum relativ gedankenlos etwas gemacht, was dem ganzen Corps in seiner Reputation schadet. Der Vorfall regt mich masslos auf!»

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