So beugen Sie Lichtverschmutzung im Garten vor

    Nau Lifestyle
    Nau Lifestyle

    Bern,

    Man braucht rund ums Haus nachts Beleuchtung, etwa um Treppen sicher gehen zu können. Aber diese muss nicht ständig an sein – das spart nicht nur teuren Strom.

    Garten Licht Lampe Nacht Pflanzen Farn
    Licht im Garten wirkt sich auch auf die Tiere dort aus, etwa Insekten oder Vögel. Für sie wird durch das Licht die Nacht zum Tag, wodurch sie sich anders verhalten. - Franziska Gabbert/dpa-tmn

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zu viel Beleuchtung – Lichtverschmutzung – kann es auch im Garten geben.
    • Diese kann vor allem Tiere irritieren und bei Insekten und Faltern sogar zum Tod führen.
    • Wer auf Beleuchtung nicht verzichten will, sollte auf LED-Licht ohne Blauanteil setzen.

    Es liegt auf der Hand: Wer nachts die Beleuchtung im Garten ausschaltet oder teilweise zurückfährt, spart Strom. Aber man tut noch mehr Gutes: Zu viel Beleuchtung schadet der Tierwelt.

    Denn das künstliche Licht macht die Nacht nun mal zum Tage. Die Folge: Vögel fangen zu früh an zu singen, Insekten und Falter schwirrten sich um die Lichtquelle zu Tode statt nach Futter zu suchen. Man spricht deshalb übrigens auch von der Lichtverschmutzung.

    Wenn überhaupt: LED-Licht ohne Blauanteil

    Wer nicht auf Beleuchtung verzichten möchte und kann, dem rät Melanie Konrad, Gartenexpertin, immerhin zu energiesparenden LED-Leuchten, deren Licht keinen Blauanteil hat.

    Denn dieser macht das Licht weiss und hell – und das hat unmittelbaren Effekt auf die Umwelt. «Sehr helles Licht mit einem starken UV-Anteil zieht die Insekten stark an. Dadurch verlieren sie Energie für Partner- und Nahrungssuche.»

    Glühbirne Baum Frucht Abendstimmung Licht
    Für den Garten sollte man auf Licht ohne Blauanteil setzen – das ist besser für Tiere und Pflanzen. - Pexels

    Es gibt aber Bereiche, die brauchen aus Sicherheitsgründen eine Beleuchtung, etwa Treppenstufen und Kellereingänge. Hier lässt sich mit Bewegungsmeldern regulieren, dass die Lampen nur an sind, wenn sie von uns Menschen gebraucht werden.

    «Stellen Sie Bewegungsmelder so ein, dass das Licht nur angeht, wenn sich ein Mensch nähert und keine Katze», rät daher Kleinod.

    Keine nach oben gerichtete Beleuchtung

    Die Gartenexpertin rät aber, nicht nur im Garten, sondern auch vor der Garage und Haustür für etwas mehr Dunkelheit zu sorgen.

    Hausnummern beispielsweise sollten nicht zu grell beleuchtet sein. Bäume und Hausfassaden sollte man gar nicht anstrahlen und grundsätzlich nach oben gerichtetes Lichtquellen für Dekorationszwecke vermeiden.

    Die stromsparenden Solarleuchten sind übrigens deswegen zwar ein Energiespartipp, aber kein guter – zumindest aus Sicht der Tierwelt nicht.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Beleuchtete Terrasse
    4 Interaktionen
    Gartenleuchten
    Lampe Leuchte Mond Gras
    5 Interaktionen
    Gartengestaltung
    Glühbirnen
    39 Interaktionen
    Nau.ch Wohnen

    MEHR GARTEN

    Titanwurz
    5 Interaktionen
    Intensiver Geruch
    Pistole
    4 Interaktionen
    Uesslingen TG
    3 Interaktionen
    Basel

    MEHR AUS STADT BERN

    Mathias Zopfi Reto Nause
    10 Interaktionen
    «Politmarketing»
    SC Bern
    1 Interaktionen
    Verletzt
    YB
    18 Interaktionen
    YB-Legende
    Hornissen Balkon Bern
    50 Interaktionen
    Berner Leser staunt