Murmeltier reist als blinder Passagier bis ins Allgäu (D)

    Laura Del Favero
    Laura Del Favero

    Deutschland,

    Ein Murmeli legte als blinder Passagier eine sattliche Distanz von mehr 150 Kilometern zurück. Ein tierisches Abenteuer mit glücklichem Ausgang.

    Murmeltiere
    Der Lebensraum der Murmeltiere schrumpft. (Archivbild/Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Murmeltier hatte den Bergführer Peter Schmid in seinem Wohnhaus im deutschen Allgäu überrascht.
    • Das Nagetier war zuvor unbemerkt in den Wagen des 60-Jährigen gestiegen.
    • Am Freitag brachte der Mann das Tier wieder in seinen gewohnten Lebensraum in Davos GR zurück.

    Tierische Überraschung für einen Bergführer aus dem Allgäu: Peter Schmid hatte für mehr als 150 Kilometern einen tierischen Alpenbewohner mit an Bord – und das ohne es zu wissen. Das Murmeltier war unbemerkt in dessen Wagen gestiegen und hatte es sich in Teilen des Kastenwagens bequem gemacht.

    Der Bergführer aus Weiler-Simmerberg im Allgäu war am Vortag von einer Skitour in Davos zurückgekehrt. «Zu Hause war dann irgendwie etwas seltsam», erklärte Schmid der «Südostschweiz». Zunächst habe er aus der Garage ein Rascheln wahrgenommen. Dann sei in seiner Werkstatt plötzlich etwas umgefallen. Auf der Suche nach einer vermeintlichen Katze entdeckte der 60-Jährige dann plötzlich das verängstigte Tier unter einem Schrank.

    «Es ist wieder zu Hause»

    Gemeinsam mit der Mieterin gelang es Schmid, den verschreckten Mungg einzufangen und in eine Kiste zu stecken. Wohlweislich schützen sich beide mit Handschuhen: «Das Tier versuchte sich zu wehren, es konnte ja nicht wissen, dass wir ihm nur Gutes wollen.»

    Am vergangenen Freitag fuhr Schmid dann erneut die 150 Kilometer zum Davoser Dürrboden und entliess den kleinen Nager seine Freiheit. Als die Rückführaktion geglückt war, überkamen Schmid Gefühle des Glücks: «So wie das Murmeltier dann losgerannt ist, wusste ich sofort, es ist wieder zu Hause.»

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