Unglaublich: Das alles macht ein Therapiehund

    Anne Stickel
    Anne Stickel

    Bern,

    Kraulen tut nicht nur dem Hund gut, der's bekommt: Auch der Mensch kann sich dabei entspannen. Therapiehunde leisten das – und vieles andere mehr!

    Hunde Therapien Aufgaben Menschen
    Hunde sind wichtige emotionale Begleiter für Menschen und können auch im Rahmen von Therapien spezifische Aufgaben erfüllen. - Unsplash

    Das Wichtigste in Kürze

    • Tiere können als Therapietiere zur Heilung kranker Menschen beitragen.
    • Vor allem Hunde, die freundlicher Natur sind, eignen sich für diesen Job.
    • Das Aufgabenfeld reicht von Mensch-Motivation bis zu Sich-kuscheln-lassen.

    Sie besuchen Ihre Freundin und entdecken sich dabei, wie Sie gedankenverloren das Ohr ihres Berner Sennenhundes kraulen – und irgendwie fühlbar entspannter sind als noch vor ein paar Minuten? Was so ein schlichtes Kraulen kann, haben auch Therapeuten entdeckt.

    Und war schon vor ziemlich langer Zeit. Per Hippotherapie, einer Therapieform auf dem Pferd, kümmerten sich bereits die alten Griechen um ihre Patienten, verbesserten deren Haltung und stimulierten gezielt Muskeln.

    Neben Pferden können auch Hunde ganz hervorragend als Therapietiere eingesetzt werden. Da viele Menschen bereits mit Hunden in Berührung gekommen sind, bestehen oft weniger Ängste als bei den mächtigen Pferden.

    Delfin Co-Therapeut helfen Mensch
    Zu den eher umstrittenen Therapietieren gehören Delfine. Freuen sich die Menschen an den Tieren, ist zweifelhaft, ob es den Tieren auch so geht. - Pexels

    Der beste Therapiehund ist der freundliche Hund

    Kann jeder Hund ein Therapiehund werden? Jein. Er sollte mindestens zu den freundlichen Hunden gehören. Die Rasse ist relativ egal: auch Mischlingshunde oder Hunde ohne spezifische Rasse sind für den Job geeignet.

    Zu den sogenannten freundlichen Hunden zählt beispielsweise der Labrador Retriever. Diese Hunde mit sanftem Wesen sind gutmütig und leicht zu trainieren, somit die idealen Kandidaten für die Arbeit als Therapiehunde.

    Auch Golden Retriever gelten als sehr freundlich, geduldig und schnell lernfähig. Ihnen sagt man eine natürliche Neigung nach, den Menschen zu gefallen, weshalb sie sich gut erziehen lassen.

    Kind Hund Mensch Streicheln
    Streicheln tut gut – Kind wie Hund, Mensch wie Tier. - Unsplash

    Wer sich auch gut auf Menschen einstellen, ist der Cavalier King Charles Spaniel: Diese Rasse hat eine liebevolle und sanfte Natur und ist sehr anhänglich, was gerade in Momenten persönlicher Schwäche unglaublich gut tun kann.

    Und obwohl Berner Sennenhunde in der Grösse beeindrucken, spenden sie Wärme durch ihre sanfte Natur, gepaart mit Ruhe und Geduld. Mit ihrer ruhigen und gutmütigen Präsenz sind sie lebendige Trostpflaster für jeden Menschen.

    Schliesslich sind Pudel, weil hoch intelligent, gut zu trainieren. Sie haben dazu eine natürliche Neigung, Menschen zu gefallen und können sich gut an verschiedene Situationen anpassen.

    Grundsätzlich kann man sagen: Tut Ihr Tier (oder das Ihrer besten Freundin) Ihnen gut, kann es im wahrsten Sinne des Wortes auch als eine Art Therapietier gelten. Ob das Tier externe Standards erfüllt oder Richtlinien folgt, ist dann schlicht sekundär.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Drei Jogger mit Hund
    5 Interaktionen
    Joggen mit Hund
    Pomsky Hunderasse
    49 Interaktionen
    Fokus Tier
    Ein weisses Pferd
    16 Interaktionen
    Nau Tierwelt

    MEHR AUS STADT BERN

    weissenbühl
    58 Interaktionen
    Pleite vor Monaten
    Mann beschwerte sich
    Sexualisierte Gewalt