Werden diese Orte die Reise-Entdeckungen im nächsten Jahr?

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Zürich,

Während beliebte Ferienziele unter Overtourism leiden, bieten andere noch viel Platz. «Intrepid Travel» nennt zehn wenig besuchte Reiseziele für 2027.

Alonnisos gehört zu zehn Ferienzielen, die noch nicht alle auf dem Radar haben und 2027 eine Reise wert sind. Bild: Adobe Stock
Alonnisos gehört zu zehn Ferienzielen, die noch nicht alle auf dem Radar haben und 2027 eine Reise wert sind. - Adobe Stock

Wer 2027 lieber abseits der Touristenmassen reist, hat einige Möglichkeiten. Intrepid Travel empfiehlt zehn Alternativen. Der international tätige Reiseveranstalter ist auf Abenteuer- und Erlebnisreisen in kleinen Gruppen spezialisiert.

Mit seiner «Not Hot List» veröffentlicht Intrepid gewissermassen das Gegenstück zu den üblichen Ranglisten der angesagtesten Reiseziele. Die Idee dahinter: Touristenströme sollen stärker auf weniger bekannte Regionen gelenkt werden.

Stört dich Overtourism an beliebten Ferienzielen?

Berücksichtigt werden aber nur Orte, die über genügend Infrastruktur und Kapazitäten für zusätzliche Besucherinnen und Besucher verfügen. Neue Angebote, bessere Verkehrsanbindungen oder besondere Events machen die ausgewählten Destinationen laut Intrepid gerade 2027 interessant.

Samburu-Nationalreservat (Kenia)

Das Samburu-Nationalreservat im Norden Kenias bietet Safari-Erlebnisse mit deutlich weniger Betrieb als die bekannten Parks. Jährlich kommen nur 30'000 bis 40'000 Gäste – etwa ein Zehntel der Besucherzahl der Maasai Mara.

Samburu-Nationalreservat (Kenia).
Samburu-Nationalreservat (Kenia). - Instagram/@samburunationalreserve

Zu sehen sind Löwen, Leoparden, Geparden und Elefanten sowie die «Samburu Special Five»: Netzgiraffe, Grevyzebra, Somali-Strauss, Beisa-Oryx und Gerenuk. Auch der klare Nachthimmel macht Samburu interessant.

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Mestia (Georgien)

Mestia mit weniger als 2000 Einwohnern ist das touristische Zentrum der Bergregion Oberswanetien im Kaukasus. Im Sommer locken Wanderwege und mittelalterliche Turmdörfer, im Winter reichlich Pulverschnee und Skigebiete.

Mestia (Georgien)
Mestia (Georgien). - Instagram/@travel.kristi

Noch ist die Region deutlich weniger besucht als das bekanntere Kazbegi. Sanierte Strassen und ein geplantes neues Flughafenterminal sollen die Erreichbarkeit verbessern und Mestia stärker als Ganzjahresziel etablieren.

Nördliches Hochland (Jordanien)

Wer Jordanien nur mit Wüste, Petra und Wadi Rum verbindet, erlebt im Norden eine Überraschung. Die Hochländer rund um Jerash, Ajloun und Irbid sind grüner und kühler und bieten Wälder, Naturschutzgebiete und Wanderwege.

Nördliches Hochland (Jordanien).
Nördliches Hochland (Jordanien). - Instagram/@haz_reels

Hinzu kommen bedeutende historische Stätten wie die römischen Ruinen von Jerash und die Festung Ajloun aus dem 12. Jahrhundert. Lokale Gästehäuser und Tourismusprojekte bringen Gäste zudem näher an die Bevölkerung.

Whitehorse (Kanada)

Whitehorse ist das Tor zu den weiten Landschaften des Yukon: Berge, Gletscherseen, Fichtenwälder und der Yukon River liegen praktisch vor der Haustür. Mehr als 700 Kilometer markierte Wege laden zum Wandern und Mountainbiken ein, hinzu kommen Kajaktouren, Tierbeobachtungen, Wintersport und Nordlichter.

Whitehorse (Kanada).
Whitehorse (Kanada). - Instagram/@jbrownell9

Eine wichtige Rolle spielen von Indigenen geführte Angebote, die Reisenden die Geschichte und Kultur der First Nations näherbringen.

Alonnisos (Griechenland)

Während manche griechischen Inseln mit Overtourism kämpfen, geht es auf Alonnisos noch vergleichsweise ruhig zu. 2024 kamen lediglich 70'000 Besucherinnen und Besucher, gegenüber 500'000 auf Skiathos.

Alonnisos (Griechenland).
Alonissos (Griechenland). - Instagram/@holidaythegreekway

Alonnisos beherbergt Europas grösstes Meeresschutzgebiet, in dem auch die bedrohte Mittelmeer-Mönchsrobbe lebt. Ein weiteres Highlight liegt unter Wasser: Beim antiken Peristera-Schiffswrack befindet sich Griechenlands erstes Unterwassermuseum.

Dili (Osttimor)

Osttimor (offiziell Timor-Leste) gehört mit weniger als 100'000 Gästen pro Jahr zu den am wenigsten besuchten Ländern Südostasiens. Die Hauptstadt Dili ist Ausgangspunkt für Entdeckungen zwischen Korallenriffen, Küsten und Bergen.

Dili (Osttimor).
Dili (Osttimor). - Instagram/@desymutialim

Zu den Wahrzeichen gehört die 27 Meter hohe Cristo-Rei-Statue oberhalb der Stadt. Gleichzeitig verbessert sich die Erreichbarkeit: Der Flughafen wird modernisiert, und die lokale Fluggesellschaft Aero Dili hat neue Verbindungen aufgenommen.

Pekoe Trail (Sri Lanka)

Der 300 Kilometer lange Pekoe Trail führt auf 22 Etappen durch Sri Lankas Hochland. Vorbei an Teeplantagen, Nebelwäldern, Wasserfällen, Dörfern und buddhistischen Tempeln.

Pekoe Trail (Sri Lanka)
Pekoe Trail (Sri Lanka). - Instagram/@bianca_kramer_

Trotz wachsender Bekanntheit ist der Weg noch weit von den Massen entfernt: Im vergangenen Jahr wurden 9589 Trail-Pässe verkauft, während der Jakobsweg 2025 über 500'000 Reisende verzeichnete. Familiengeführte Unterkünfte sorgen dafür, dass auch lokale Gemeinden profitieren.

Liepāja (Lettland)

Ein acht Kilometer langer weisser Sandstrand hat Liepāja den Beinamen «baltisches Mittelmeer» eingebracht. 2027 bekommt die lettische Küstenstadt zusätzlich eine grosse kulturelle Bühne: Als Europäische Kulturhauptstadt plant sie gemeinsam mit der Umgebung mehr als 500 Veranstaltungen. Von Konzerten über Theater bis zu Ausstellungen.

Liepāja (Lettland).
Liepāja (Lettland). - Instagram/@ travel_and_life_photography

Noch ist viel Platz vorhanden: 2025 übernachteten lediglich 119'840 Touristinnen und Touristen in Liepāja.

Carretera Austral (Chile)

1240 Kilometer Abenteuer durch das chilenische Patagonien: Die Carretera Austral, auch Route 7 genannt, führt durch eine spektakuläre Landschaft mit Regenwäldern, Vulkanen, Gletschern, Seen und Nationalparks.

Carretera Austral (Chile).
Carretera Austral (Chile). - Instagram/@heart_of_argentina_travel

Unterwegs bieten sich Wanderungen, Kajaktouren und Abstecher zu den berühmten Marmorkapellen an. Noch ist die Route teilweise unbefestigt. Ein milliardenschweres Ausbauprogramm soll Infrastruktur und Erreichbarkeit jedoch verbessern.

Dalsland (Schweden)

Mehr als 2000 Seen zwischen Wäldern, Granitschluchten und Hochplateaus machen Dalsland zu Schwedens «Lake District».

Dalsland (Schweden).
Dalsland (Schweden). - Instagram/@visitdalsland

Die Region nahe der norwegischen Grenze ist ein Paradies zum Kanufahren, Wandern und Velofahren. Allein für Gravelbiker stehen über 850 Kilometer zur Verfügung. 2025 kamen nur 320'000 Gäste. Seit Juni 2026 sorgt eine neue direkte Bahnverbindung zwischen Malmö und Oslo für eine bequemere Anreise.

Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.

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