Neue Direktflüge ab Zürich? «Taipeh hat das grösste Potenzial»
Flughafenmanager Florian Raff spricht im «Travel News Talk» über neue Flugziele ab Zürich und die Herausforderungen bei Direktverbindungen.

Am letzten Sonntag trat am Flughafen Zürich der Winterflugplan in Kraft. Für die Airlines war das ein wichtiger Stichtag: Sie passen ihre Streckennetze an, nehmen neue Ziele auf oder streichen Verbindungen.
Für Florian Raff, Head Aviation Development and Statistics am Flughafen Zürich, gehört die Suche nach attraktiven Flugzielen zum Alltag. «Den Entscheid, welche Strecke neu aufgenommen wird, trifft die Airline.» Das erklärt Raff in der aktuellen Ausgabe des «Travel News Talk». Der Flughafen kann allerdings kräftig mithelfen.
Dazu reist Raff mit seinem Team unter anderem jährlich an eine internationale Branchenkonferenz. Dort geht es Schlag auf Schlag: «Wir haben so zu dritt ungefähr 60 Meetings in drei Tagen.» Im 20-Minuten-Takt präsentieren die Flughafenvertreter den Airlines ihre Ideen.
Viele Argumente für Flüge ab Zürich
Zürich hat dabei gute Karten. Raff verweist auf die kaufkräftige, reisefreudige Bevölkerung und die exportorientierte Wirtschaft. Auch die Schweiz als Ferienziel macht den Flughafen für ausländische Airlines interessant.

Trotzdem fehlen auf dem Zürcher Flugplan noch einige Destination, die für die Passagiere sehr interessant wären. «Das grösste Potenzial für neue Direktflüge ab Zürich hat Taipeh», so Raff. Der Knackpunkt: Zwischen der Schweiz und Taiwan fehlt ein Luftverkehrsabkommen.
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Auch Kuala Lumpur hält Raff für ein vielversprechendes Ziel. Aber gute Nachfrage allein reicht nicht. Die Airlines brauchen passende Flugzeuge, Verkehrsrechte und freie Start- und Landezeiten.
Wie eng ist es in Zürich bereits? «Ungefähr zwischen 30 bis 35 Prozent der Slots sind noch verfügbar», sagt der Flughafenmanager. Allerdings sind die begehrten Start- und Landezeiten am frühen Morgen, am späten Abend und während der Mittagswelle bereits weitgehend ausgebucht.
Eine neue Verbindung bleibt deshalb etwas Besonderes. «Wir investieren auch viel Herzblut dort hinein», erzählt er. Wenn der erste Flieger schliesslich startet oder landet, sei das ein Höhepunkt: «Kein Erstflug ist gleich wie jeder andere.»
Im Podcast erzählt Raff ausserdem, wie er früher bei der Swiss die Kabinen-Crews plante. Weshalb er auf Privatreisen Flughafentoiletten genau prüft und welche Traumreise er sich kürzlich erfüllt hat.
Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.








