Kabinenpersonal fordert härtere Gangart gegen Rüpel-Passagiere

    Travelnews
    Travelnews

    Zürich,

    Zwischenfälle mit renitenten Passagieren nehmen zu. Kapers fordert deshalb härtere Konsequenzen bei Übergriffen auf Flight Attendants.

    Passagiere
    Nicht alle Passagiere verhalten sich an Bord friedlich: 2025 registrierte das BAZL über 2000 Vorfälle mit sogenannten Unruly Passagieren. - Adobe Stock

    Aggressive und renitente Passagiere werden für Airlines zunehmend zum Problem. In der Schweiz registrierte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) 2025 insgesamt 2043 Vorfälle mit sogenannten Unruly Passagieren. Im Vorjahr waren es 1730 Vorfälle.

    Allein 523 Meldungen betrafen verbale Aggressionen. Das entspricht einem Plus von 45 Prozent. Die Gewerkschaft des Kabinenpersonals (Kapers) fordert deshalb mit ihrer Kampagne «Stop violence – respect now» einen stärkeren strafrechtlichen Schutz für Flugpersonal.

    Hast du schon einmal aggressive Passagiere im Flugzeug erlebt?

    Gewalt, Drohungen, Nötigungen und tätliche Angriffe während des Dienstes sollen konsequent als Offizialdelikte verfolgt werden. Heute müssen Betroffene je nach Delikt selbst einen Strafantrag stellen.

    Übergriffe werden zum Sicherheitsproblem

    Für Kapers ist diese Regelung angesichts der besonderen Situation an Bord ungenügend. Nach einem belastenden oder traumatischen Übergriff dürfe es nicht allein am betroffenen Crewmitglied liegen, die Strafverfolgung einzuleiten.

    Reise-Newsletter abonnieren

    Interessieren Sie sich mehr für Hintergrundberichte, Reisereportagen und neue Ideen für den nächsten Trip statt für Wirtschaftszahlen der Airlines und Reiseveranstalter? Wollen Sie wissen, was in der vergangenen Woche auf der ganzen Welt passiert ist?

    Dann abonnieren Sie den Best-Of-Newsletter von Travelnews.ch und lassen Sie sich immer samstags die besten Storys gratis ins E-Mail-Postfach liefern.

    «Wer während der Wahrnehmung einer sicherheitsrelevanten Aufgabe angegriffen wird, muss darauf vertrauen können, dass der Staat handelt.» Das sagt Kapers-Präsidentin Sandrine Nikolic-Fuss zum Tages-Anzeiger.

    Die Verfehlungen reichen von ignorierten Sicherheitsanweisungen und verbalen Aggressionen bis zu körperlicher Gewalt und sexuellen Übergriffen. Auch die europäische Luftfahrtbehörde EASA stuft «Unruly Behaviour» als Sicherheitsproblem ein.

    Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Fast-Track-Zugang
    5 Interaktionen
    Auswertung
    Rauchen
    9 Interaktionen
    Gute Frage
    Flugreisende
    80 Interaktionen
    Laut und nervig!

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    -
    Kirche voll
    Zürich
    Zürich
    GC Amicitia Zürich
    Fussball