Wohneigentum: Wo die Preise sinken

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Die Preise sind für Eigentumswohnungen in der Schweiz 2025 zum Stillstand gekommen. Einfamilienhäuser werden im landesweiten Durchschnitt erneut teurer.

Preise
Die Preise für Eigentumswohnungen in der Schweiz sind 2025 zum Stillstand gekommen. Einfamilienhäuser werden im landesweiten Durchschnitt erneut teurer. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Einfamilienhäuser verteuerten sich 2025 schweizweit um durchschnittlich 1,6 Prozent.
  • Eine Analyse zeigt erhebliche regionale Unterschiede in der Preisentwicklung.
  • Die Nachfrage verlagerte sich zu günstigeren Hausregionen und teureren Wohnungslagen.

Einfamilienhäuser werden im landesweiten Durchschnitt erneut teurer. Die vom Immobilienportal newhome in Zusammenarbeit mit dem Swiss Real Estate Institute erstellte Home Market Price Analysis 2025 (HoMPA) zeigt dabei über die sechs untersuchten Regionen hinweg ein uneinheitliches Bild.

Die Analyse verdeutlicht, dass sich die Preise 2025 unterschiedlich entwickeln: Während für Einfamilienhäuser trotz niedriger Hypothekarzinsen gegenüber dem Vorjahr im Durchschnitt 1,6 Prozent mehr bezahlt werden muss, stagnieren die Preise für Eigentumswohnungen auf nationaler Ebene.

Vorjahr im Durchschnitt 1,6 Prozent mehr bezahlt werden muss, stagnieren die Preise für Eigentumswohnungen auf nationaler Ebene.

Diese unterschiedliche Entwicklung zeigt, dass grosse Wohnobjekte stärker nachgefragt werden als Wohnungen. Gleichzeitig kommt es zu einer Verschiebung: Bei Eigentumswohnungen hat sich die Nachfrage von günstigen in teure Regionen verschoben. Genau gegenläufig zeigt sich die Entwicklung bei Einfamilienhäusern, wo sich die Nachfrage von den teuren in eher günstigere Regionen verlagert.

Im Espace Mittelland bleiben Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen günstig

Die Analyse zeigt erhebliche regionale Unterschiede in der Preisentwicklung.

- Die teuerste Region für Einfamilienhäuser bleibt mit einem mittleren Transaktionspreis von rund CHF 1,69 Mio. die Zentralschweiz. Allerdings sind dort die Preise zuletzt um 5,1 Prozentgesunken, nachdem in den Jahren zuvor ein starkes Wachstum verzeichnet wurde – ein möglicher Hinweis darauf, dass hier vorläufig ein Plateau erreicht wurde.

- Zürich, die zweitteuerste Region für Einfamilienhäuser, zeigt Preisstabilität auf einem hohen Niveau.

- In Regionen mit Preisen unter dem nationalen Durchschnitt wie der Ostschweiz oder im Espace Mittelland sind die Preise für Einfamilienhäuser weitgehend gestiegen – zum Teil um mehr als 7 Prozent.

- Mit einem Mittelwert von CHF 0,94 Mio gab es die günstigsten Einfamilienhäuser im Tessin. Auch in der Ost-und Nordwestschweiz sowie in der Region Espace Mittelland sind Einfamilienhäuser für unter 1 Million keine Seltenheit. Somit sind Einfamilienhäuser für unter 1 Million in angenehmer Pendeldistanz zu Ballungsräumen weiterhin eine Realität.

Preis
Die Preisentwicklung nach Region. - SRED

Auch im Segment der Eigentumswohnungen liegt die Zentralschweiz mit einem mittleren Preis von deutlich über CHF 1,2 Mio. an der Spitze des nationalen Vergleichs.

Dort und in der Region Zürich haben sich Eigentumswohnungen 2025 sogar nochmals deutlich verteuert: Die Preise stiegen um 13,4 Prozent (Zentralschweiz) respektive 5,1 Prozent Zürich).

In der Nordwestschweiz, dem Espace Mittelland und dem Tessin wurden Wohnungen billiger und liegen mit Preisen von CHF 0,34–0,42 Mio. im unteren Preissegment.

In der Zentralschweiz liegen die teuersten Bezirke

Die Bandbreite der Preise zeigt grosse regionale Unterschiede, wobei zwischen den teuersten und den günstigen Bezirken Unterschiede von bis zu Faktor sieben bestehen.

Ein Blick auf die einzelnen Bezirke offenbart, wie stark die Differenzen ausfallen: Spitzenpreise zahlen Käuferinnen und Käufer für Einfamilienhäuser in Küssnacht SZ (ca. CHF 3,5 Mio.) und für Eigentumswohnungen im Bezirk Meilen (ca. CHF 2 Mio.).

Die tiefsten Deutschschweizer Preise finden sich bei Einfamilienhäusern im Toggenburg (ca. CHF 0,7 Mio.) und für Eigentumswohnungen im Berner Jura (ca. CHF 0,4 Mio.).

Bezirke
Das sind die teuersten und die preiswertesten Bezirke der Schweiz. - SRED

Dr. Roman Timm, CEO von newhome, sieht in der aktuellen Entwicklung die Vielschichtigkeit des Schweizer Immobilienmarktes abgebildet: «Was sich in der Studie zeigt, sehen wir auch im Suchverhalten auf unserer Plattform.

Die Nachfrage verlagert sich innerhalb der Regionen und zwischen den Segmenten. Käufer und Käuferinnen vergleichen intensiver, reagieren schneller auf Angebote und weichen häufiger auf alternative Lagen aus.»

Weitere Informationen finden sich im Online-Ratgeber von Newhome.

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