Betreutes Wohnen: Lebensfreude auf vier Pfoten

Senevita
Senevita

Bern Nord,

Tiere bereichern unser Leben. Was sie bei Menschen im Alter auslösen können, zeigt ein Besuch im betreuten Wohnen der Senevita.Tiere bereichern unser Leben. Was

Senevita Betreutes Wohnen
Golden-Retriever-Hündin Yuna ist immer wieder in den Senevita-Residenzen zu Besuch. - Senevita

Das Wichtigste in Kürze

  • Tiere spielen im betreuten Wohnen der Senevita eine wichtige Rolle.
  • Hunde, Alpakas oder Kleintiere werden im Heimalltag zur Aktivierung eingesetzt.
  • Wer sein eigenes Haustier selbst versorgen kann, darf es bei sich wohnen lassen.

Es ist Mittwochnachmittag, die Spannung steigt. Rund ein Dutzend Bewohnerinnen und Bewohner der Senevita Bernerrose in Zollikofen nehmen Platz im Stuhlkreis. Heute kommt Yuna zu Besuch. Punkt 15 Uhr ist es so weit. Zusammen mit ihrer Besitzerin betritt die helle Golden-Retriever-Hündin den Raum. Sie wedelt mit dem Schwanz und begrüsst ohne Scheu die neugierige Runde. Spontan steht eine Frau vom Stuhl auf und streichelt Yuna über den Kopf. «Das isch de e Härzigi!»

Ungeteilte Aufmerksamkeit

Was folgt, ist eine abwechslungsreiche und fröhliche Stunde, in der die Hündin ganz im Mittelpunkt steht. Nach einem ruhigen Einstieg darf Yuna Leckerlis suchen. Es wird still im Raum. Mit feiner Nasenarbeit und geschicktem Pfoteneinsatz gelingt es ihr, die «Hundegüetzi» unter verschiedenen Holzelementen hervorzuklauben und genüsslich zu verspeisen. Ihr Publikum ist ihr ganz zugewandt, Gesichter beginnen zu strahlen. Es sind Seniorinnen und Senioren, die früher selbst Haustiere hatten und den Kontakt mit den Pelznasen immer noch suchen. Angebote wie das Treffen mit Yuna nehmen sie dankbar an. Sie erinnern sich an ihre eigenen Hunde oder Katzen, die sie ein Stück ihres Lebensweges begleitet haben.

Senevita betreutes Wohnen
Die Tiere dienen der emotionalen Aktivierung. Besonders Demenz-Betroffene sprechen gut auf sie an. - Senevita

Vierbeiner wecken Lebensgeister

Dass Yuna eine positive Wirkung auf ihre Mitmenschen hat, ist kein Zufall. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass sich der Kontakt zwischen Tieren und Menschen im Alter positiv auf deren Lebensqualität auswirkt. Streicheln und Füttern schafft Nähe und fördert die emotionale Aktivierung. Demenzbetroffene sprechen besonders gut auf sie an. Im Heimalltag der Senevita kommt Tieren deshalb eine wichtige Rolle zu. Der Einsatz von Therapiehunden ist nur ein Beispiel. Auch Alpakas kommen regelmässig zu Besuch – sogar Ponys sind schon durch die Gänge geklappert und haben Bewohnende in ihren Zimmern überrascht.

Auf dem Spaziergang kurz Hallo sagen

Viele Senevita-Standorte halten zudem Ziegen, Schildkröten, Kaninchen oder Meerschweinchen in eigenen Ställen. Sie sind ein beliebtes Ziel auf Spaziergängen in der nagen Umgebung. Die Begegnung im Grünen zwischen Mensch und Tier ist wertvoll, bereichernd und belebend. Man kommt ins Gespräch, freut sich über die drolligen Mitbewohner. Im Übrigen dürfen Senevita-Bewohnende ihren eigenen Hund, Wellensittich oder Kater mitnehmen – vorausgesetzt, sie können sich artgerecht um ihr Tier kümmern.

Senevita Betreutes Wohnen
Die Senevita-Tiere erinnern die Bewohnenden an ihre eigenen Hunde oder Katzen, die sie eine Zeit lang hatten. - Senevita

In der Senevita Bernerrose hat Yuna inzwischen alle Verstecke aufgespürt und viele Streicheleinheiten genossen. Sie erntet ihren wohlverdienten Applaus und legt sich müde, aber entspannt in die Mitte des Stuhlkreises. Zum Abschluss singt die Runde ein fröhliches Lied. Bald kommt Yuna wieder, die Vorfreude ist gross. 

Senevita

Erfahren Sie mehr über Tiere in der Senevita bei einem Besichtigungstermin in Ihrer Nähe.

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