Nau Leser Voting: Das schönste Auto in der Schweiz
680 PS für die Schweiz: Der Aston Martin DB12 überzeugt beim Leser-Voting. Was der britische Luxussportler auf Passstrassen wirklich leistet.

Der Aston Martin DB12 ist ein selbsternannter «Super-Tourer» und macht diesem Namen alle Ehre: Unter der eleganten Haube steckt ein handgefertigter V8-Biturbo mit gewaltigen 680 PS und 800 Newtonmetern Drehmoment.
Nau-Leser wählten den britischen Boliden kürzlich zum beliebtesten Fahrzeug seiner Klasse. Hinter der noblen Fassade steckt pure Rennstreckentechnik, inklusive elektronischem Sperrdifferenzial.

Wir durchleuchten den Luxusliner auf Herz und Nieren für Schweizer Strassen.
Skulpturales Design mit mehr Präsenz
Der DB12 wirkt deutlich muskulöser als sein Vorgänger DB11. Der ikonische Kühlergrill wuchs um 56 Prozent und saugt gierig Verbrennungsluft an.
Breitere Spurweiten an Vorder- und Hinterachse verleihen dem Coupé einen satten Stand auf dem Asphalt. Die geschwungene Dachlinie fliesst nahtlos in das knackige Heck mit den bekannten C-förmigen LED-Rückleuchten.

Serienmässige 21-Zoll-Schmiederäder füllen die markanten Radhäuser bündig aus. Das Design verbindet traditionelle britische Eleganz mit einer spürbar aggressiveren Raubtier-Optik.
Cockpit-Revolution ohne Mercedes-Altlasten
Jahrelang kritisierten Fahrer das veraltete Infotainment aus alten Mercedes-Beständen. Aston Martin reagierte hier endlich mit einem komplett selbst entwickelten Bediensystem samt hochauflösendem 10.25-Zoll-Touchscreen.
Das System reagiert blitzschnell auf Eingaben und unterstützt kabelloses Apple CarPlay sowie Android Auto. Feinstes Bridge-of-Weir-Leder und präzise verarbeitete Aluminiumblenden dominieren den gesamten Innenraum.

Echte Drehwalzen für Temperatur und Lautstärke garantieren eine intuitive Bedienung ohne Ablenkung. Und die tiefe Sitzposition integriert den Fahrer perfekt in das Geschehen auf der Strasse.
Fahrdynamik im Benchmark-Duell
Der AMG-Vierliter-Motor katapultiert das Coupé in nur 3.6 Sekunden auf Tempo 100. Auf freier Strecke rennt der DB12 bis zu 325 km/h schnell.
Im Vergleich zum schwereren Bentley Continental GT lenkt der Brite dank adaptivem Bilstein-DTX-Fahrwerk deutlich leichtfüssiger ein. Ein Ferrari Roma agiert zwar noch spitzer, verliert aber beim Langstreckenkomfort gegen den Aston Martin.
Die ZF-Achtstufen-Automatik schaltet im Komfortmodus butterweich und im Sport-Plus-Modus extrem zackig. Bei Nässe verlangt der reine Hinterradantrieb allerdings eine feinfühlige Hand am Lenkrad.
Stärken und Schwächen im Schweizer Alltag
Zu den absoluten Glanzpunkten zählt die perfekte Balance aus sänftenartigem Gleiten und sportlicher Härte. Das optionale Bowers-&-Wilkins-Audiosystem mit 15 Lautsprechern verwandelt das Cockpit in einen Konzertsaal und sorgt für fulminanten Klang.
Mit nur 262 Litern Kofferraumvolumen erfordert das Gepäck für ein langes Wochenende in St. Moritz Disziplin. Ganz zu schweigen von dem extrem knappen Platzangebot auf den beiden hinteren Notsitzen.
Der Basispreis von rund 230'000 Franken verlangt zudem nach einem sehr gut gefüllten Bankkonto. Angesichts der überragenden Fahreigenschaften bleibt der DB12 dennoch eine faszinierende Versuchung.







