Komfortabler Alleskönner: Citroen ë-C5 Aircross
Komfort-König mit 680 km Reichweite: Der neue Citroën ë-C5 Aircross setzt auf Sanftheit statt Sportlichkeit – doch das hat seinen Preis. Lohnt sich der Stromer?

Viele moderne Elektroautos setzen auf eine vermeintlich sportliche Fahrdynamik, vernachlässigen dabei aber häufig echten Fahrkomfort. Citroën bricht diese ungemütliche Tendenz mit dem neuen ë-C5 Aircross auf der modernen STLA-Medium-Plattform jetzt ganz bewusst.
Viele Schweizer Familien suchen schliesslich vergeblich nach einem komfortablen und bezahlbaren Stromer für den Wochenendausflug. Der runderneuerte Kompakt-SUV wächst deshalb in alle Richtungen auf eine stattliche Gesamtlänge von 4,65 Metern.

Die französischen Ingenieure trimmen die Aerodynamik der markanten Karosserie konsequent auf eine bestmögliche Effizienz im Alltag. Ein grosszügiges Kofferraumvolumen von stolzen 565 Litern meistert zudem jeden grossen Wocheneinkauf problemlos.
Der Reichweitenkönig patzt beim Laden
Die Entwickler verbauen im Topmodell eine gigantische Batterie mit einer netto nutzbaren Kapazität von 97 Kilowattstunden. Das ermöglicht gemäss dem offiziellen WLTP-Zyklus eine maximale elektrische Reichweite von beachtlichen 680 Kilometern ohne Ladestopp.
Damit deklassiert das französische SUV die direkte Konkurrenz wie den Volkswagen ID.4 in puncto Ausdauer sehr deutlich. Die spürbar weicheren Advanced-Comfort-Sitze bügeln holprige Schweizer Landstrassen im direkten Vergleich zu Konkurrenten zudem erstaunlich sanft aus.

Doch an der Schnellladesäule trübt sich das ansonsten hervorragende Ergebnis durch eine maximale Ladeleistung von 160 Kilowatt. Andere etablierte Platzhirsche auf dem Markt laden ihre Energiespeicher heutzutage oft wesentlich schneller auf.
Clevere Technik-Features treffen auf Leistungsdaten
Ein echter Trumpf für alle begeisterten Outdoor-Fans ist die integrierte Vehicle-to-Load-Technologie ab dem aktuellen Modelljahr. Damit lassen sich E-Bike-Ladegeräte oder andere externe Elektrogeräte unkompliziert direkt an der grossen Fahrzeugbatterie laden.
Das moderne Infotainment punktet mit einem riesigen vertikalen Touchscreen sowie einer hochentwickelten Sprachsteuerung inklusive künstlicher Intelligenz von ChatGPT. Für den nötigen Vortrieb sorgt im Basismodell ein Elektromotor mit einer Leistung von 213 Pferdestärken.
Diese Kraft fliesst ausschliesslich an die Vorderräder und beschleunigt das schwere SUV in gemächlichen 9.4 Sekunden auf Tempo einhundert. Sportliche Fahrer vermissen hier eventuell den gewohnten Allradantrieb für winterliche Strassenverhältnisse in den höheren Schweizer Alpentälern.
Selbstbewusste Preise drücken auf die Stimmung
Citroën verlangt für diese französische Extravaganz im hart umkämpften Konkurrenzumfeld allerdings einen ausgesprochen selbstbewussten und hohen Basispreis. In der Schweiz müssen potenzielle Käufer für die gehobene Max-Ausstattungsvariante mindestens 48’650 Franken investieren.
Zahlreiche nützliche Extras wie eine effiziente Wärmepumpe oder das schicke Panoramadach treiben den Endpreis noch weiter in die Höhe. Damit manövriert sich das vermeintliche Volks-SUV direkt in das Revier von etablierten Premium-Konkurrenten wie dem Skoda Enyaq.
Günstigere Alternativen aus Fernost bieten in dieser Fahrzeugklasse oft eine vergleichbare Ausstattung für spürbar weniger Geld.









