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    Kia PV5 Passenger: Kann er den ID.Buzz schlagen?

    Maia Schmied
    Maia Schmied

    Bern,

    Das Comeback des Familien-Vans: Der elektrische Kia PV5 fordert den VW ID. Buzz mit gigantischem Platzangebot und smarter Raumökonomie heraus.

    KIA PV5 Passenger
    Hinter der zweiten Sitzreihe stehen 1330 Liter Gepäckraum zur Verfügung, der sich bei umgeklappter Bank auf bis zu 3615 Liter erweitert. - KIA

    Der klassische Familien-Van schien fast ausgestorben, weil die Autoindustrie den Markt mit unpraktischen Lifestyle-SUVs überschwemmt hat. Kia bringt nun mit dem vollelektrischen PV5 Passenger wieder echte Raumökonomie auf die Strasse.

    Die Koreaner stellen den kantigen Raumriesen auf eine eigens entwickelte Plattform für massgeschneiderte Elektrofahrzeuge. Trotz enormer Geräumigkeit bleibt das Modell mit 4.70 Metern Länge im dichten Schweizer Stadtverkehr überraschend handlich.

    Im Unterboden steckt wahlweise eine Batterie mit 51.5 oder 71.2 Kilowattstunden Speicherkapazität. Das frische Konzept richtet sich gezielt an aktive Grossfamilien sowie anspruchsvolle Shuttle-Dienste.

    Überlegenes Raumkonzept im direkten Vergleich

    Beim Platzangebot attackiert der PV5 das Segment des etablierten VW ID. Buzz selbstbewusst. Der Newcomer nutzt seine kubische Kastenform konsequent aus und übertrumpft den deutschen Konkurrenten beim reinen Nutzwert.

    KIA PV5 Passenger
    Powerbank-Funktion: Dank Vehicle-to-Load (V2L) liefert das Fahrzeug 230-Volt-Strom für externe Elektrogeräte und Camping-Equipment. - KIA

    Beeindruckende 3615 Liter Ladevolumen stehen nach dem Umlegen der hinteren Sitzreihen zur Verfügung. Eine extrem niedrige Ladekante von nur 40 Zentimetern schont den Rücken beim Verladen von schwerem Gepäck oder Kinderwagen.

    Kia verbaut im Innenraum zudem ein cleveres Schienensystem für flexibel verschiebbare Sitze und modulare Ablagen. Schweizer Freizeitsportler bringen sperrige Mountainbikes oder Skiausrüstungen ohne Verkanten im Heck unter.

    Kompromisse bei Antrieb und Ladegeschwindigkeit

    Wo viel praktisches Licht strahlt, zeigen sich beim PV5 Passenger allerdings auch einige Schattenseiten. Der verbaute Frontmotor leistet lediglich 120 Kilowatt und riegelt den Vortrieb bereits bei 135 km/h elektronisch ab.

    Kia PV5 Passenger
    Arbeitsflächen-Funktion: Das Armaturenbrett vor dem Beifahrersitz ist als ebene Nutzfläche konzipiert, die im Stand als mobiler Schreibtisch dienen kann. - KIA

    Auf steilen Alpenpässen oder bei Zwischenspurts zieht der stärkere VW ID. Buzz mit Heckantrieb spürbar dynamischer davon. Ernüchternd wirkt zudem der Verzicht auf Kias aktuelle 800-Volt-Architektur aus Modellen wie dem EV6.

    Das günstigere 400-Volt-Bordnetz lädt Gleichstrom mit maximal 150 Kilowatt an der Schnellladesäule. Für den Standardhub von 10 auf 80 Prozent Akkustand verstreichen damit rund 30 Minuten Standzeit.

    Hohe Alltagstauglichkeit auf Schweizer Strassen

    Im alltäglichen Pendelverkehr zwischen Zürich, Bern oder Basel punktet der Van dafür mit solider Effizienz. Die 71.2-kWh-Batterie ermöglicht nach WLTP-Norm eine praxisnahe Reichweite von gut 412 Kilometern.

    Kia PV5 Passenger im Video

    Dank kleinem Wendekreis von nur elf Metern gelingen enge Kehren und verwinkelte Parkhäuser erstaunlich gelassen. Im Cockpit blickt die Person am Steuer auf moderne Digitalanzeigen mit logischer Menüführung und drahtloser Smartphone-Anbindung.

    Integrierte 230-Volt-Steckdosen versorgen Laptops, Kühlboxen oder Sportgeräte direkt aus der Hochvoltbatterie mit Energie. Der PV5 Passenger präsentiert sich somit als elektrischer Familientransporter, der als ehrliches Arbeitstier ohne teuren Schnickschnack überzeugt.

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    Kommentare

    User #5543 (nicht angemeldet)

    Der rostet bestimmt davon.

    User #1045 (nicht angemeldet)

    Belächelte Elektroautos sind sehr teuer im Ankauf, sind aber nicht viel Wert. Ein gebrauchtes E-Auto zu verkaufen ist sehr schwierig denn kaum ein Händler will ein batteriebetriebenes Elektroauto mit heruntergerittenen Batterien. Das ist auch der Grund wieso diese bereits nach wenigen Jahren endgültig auf dem Schrottplatz stehn. Bei Autos mit Verbrennertechnik ist es anders denn die fahren locker 20, 30- oder noch mehr Jahre auf den Strassen herum, auch 50 Jahre wären kein Problem, und es fahre sogar noch weitaus ältere. 😁

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