Kia K4 Sportswagon: Viel Platz fürs Geld
Angriff auf den Skoda Octavia: Der neue Kia K4 Sportswagon punktet mit bis zu 1'439 Litern Laderaum, Panoramadisplay und 180 Turbo-PS. Ein perfekter Kombi?

Während viele Hersteller den klassischen Kombi aufgeben, setzt Kia mit dem K4 Sportswagon ein bemerkenswertes Ausrufezeichen. Jahrelang dominierte hierzulande der Škoda Octavia Combi unangefochten private Garagen sowie gewerbliche Firmenflotten.
Als selbstbewusster Nachfolger des Ceed rollt der geräumige Südkoreaner an, um die etablierten Platzhirsche frontal anzugreifen. Mit einem Einstiegspreis von 34'900 Franken und sieben Jahren Werksgarantie bringt Kia starke wirtschaftliche Argumente.
Grosszügiges Ladevolumen trifft digitale Schaltzentrale
Mit einer Aussenlänge von exakt 4.70 Metern wächst der K4 spürbar über das gewohnte Kompaktmass hinaus. Im Heck eröffnet sich bereits bei aufgestellten Rücksitzen ein stattliches Kofferraumvolumen von 604 Litern.

Nach dem Umklappen der geteilten Rückbank erweitert sich die ebene Ladefläche auf beachtliche 1'439 Liter. Selbst sperrige Sportgeräte für alpine Wochenendausflüge finden damit ohne mühsame Verrenkungen Platz.
Hinter dem Multifunktionslenkrad blickt man auf ein breites Panoramadisplay mit zwei 12.3 Zoll grossen Bildschirmen. Eine separate 5.3-Zoll-Touchfläche steuert die Klimatisierung und bietet trotz Tastenverzicht eine intuitive Bedienung.
Souveräner Turboschub für Schweizer Passstrecken
Auf anspruchsvollen Schweizer Passstrecken verlangt die Topografie nach einem durchzugsstarken und verlässlichen Antrieb. Hier punktet der 1.6-Liter-Turbobenziner der sportlichen Ausstattungslinie GT-Line mit 180 PS und 265 Newtonmetern Drehmoment.
Über ein präzise schaltendes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sprintet der frontgetriebene Kombi in 8.3 Sekunden auf Tempo 100. Die Kraftentfaltung erfolgt angenehm linear und stellt bei Überholmanövern an Steigungen beruhigende Sicherheitsreserven bereit.

Das dynamisch abgestimmte Fahrwerk meistert enge Kehren ohne übermässige Seitenneigung. Auf langen Autobahnetappen zwischen Bern und Zürich garantiert der Federungskomfort zugleich entspanntes Reisen.
Kalkulierte Vernunft statt schwerem Allradantrieb
Schweizer Autokäufer greifen in diesem Fahrzeugsegment traditionell häufig zum Allradantrieb. Kia verzichtet beim K4 Sportswagon dennoch bewusst auf ein schweres 4x4-System zugunsten eines reduzierten Leergewichts.
Diese Gewichtseinsparung hält den kombinierten WLTP-Normverbrauch des 180-PS-Benziners bei vertretbaren 7.1 Litern auf 100 Kilometer. Gleichzeitig bleibt selbst die luxuriös ausgestattete Topversion GT-Line mit rund 41'500 Franken bemerkenswert erschwinglich.
Direkte Mitbewerber aus Deutschland verlangen bei vergleichbarer Vollausstattung schnell über 15'000 Franken mehr. Dieser deutliche Preisvorteil dürfte zumindest im Schweizer Mittelland den Verzicht auf zwei angetriebene Räder leicht machen.











