Verborgener Zucker: Der süsse Feind in unserer Nahrung

    Alexander Dreyer
    Alexander Dreyer

    Zucker gilt als Auslöser von vielen Volkskrankheiten und ist in fast jedem Lebensmittel zu finden. Es lohnt sich daher, genau hinzuschauen.

    Zucker
    Übermässiger Zuckerkonsum kann zu gesundheitlichen Problemen führen. - Depositphotos

    Er ist heimtückisch, er ist überall und er hat eine dunkle Seite: Zucker. Dieser unscheinbare Bestandteil vieler Lebensmittel kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Doch nicht alle Zuckerarten sind gleich.

    Zucker – Mehr als nur Kohlenhydrat

    Zucker ist ein Kohlenhydrat, das sowohl in Speisen als auch in Getränken vorkommt. Einmal verzehrt, wird er zu Glukose umgewandelt und liefert Energie für den Körper.

    Es gibt verschiedene Arten von Zuckern wie Monosaccharide (Glukose, Galaktose, Fruktose), Disaccharide (Saccharose, Laktose, Maltose) und Oligosaccharide (Maltodextrin, Raffinose).

    Natürliche Zucker kommen in Lebensmitteln wie Obst oder Milchprodukten vor, während zugesetzte Zucker bei der Verarbeitung hinzugefügt werden. Dies dient meist der Verbesserung des Geschmacks oder der Haltbarkeit. Diese finden sich häufig in Limonaden, aber auch in Müsli oder Salatsaucen.

    Wo sich Zucker versteckt

    Es ist überraschend, wo sich überall Zucker versteckt. Man findet ihn in fertigen Teigwaren, Fertig-Saucen und vielen anderen verarbeiteten Lebensmitteln.

    Zucker kann auf vielen verschiedenen Wegen in unsere Nahrung gelangen. Oft unter Namen, die uns nicht sofort als solche erkennen lassen. Beispiele dafür sind Dextrose, Maltose oder Invertzucker.

    Zucker
    Industriell verarbeitete Produkte wie zum Beispiel Donuts sind überladen mit ungesundem Zucker. - Depositphotos

    Flüssige Süssstoffe und Kokoszucker

    Auch flüssige Süssstoffe wie Ahornsirup oder Agavendicksaft bestehen grösstenteils aus Zucker. Sie haben einen ähnlichen Kaloriengehalt wie weisser Zucker, enthalten aber teils Spuren von Mineralstoffen.

    Kokoszucker enthält ebenfalls geringe Mengen an Mineralien, ist jedoch ernährungsphysiologisch mit weissem Zucker vergleichbar.

    Zu viel zugesetzter Zucker kann zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen. Darunter Müdigkeit, Gewichtszunahme und Krankheiten wie Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

    Künstliche Süssstoffe aus natürlichen Pflanzenextrakten

    Künstliche Süssstoffe sind kalorienarme Alternativen zu herkömmlichem Zucker. Sie werden oft in Diätprodukten verwendet und können aus natürlichen Pflanzenextrakten wie Stevia oder Aspartam gewonnen oder künstlich hergestellt werden.

    Der Konsum von künstlichen Süssungsmitteln kann das Gehirn auf ähnliche Weise stimulieren, wie der Verzehr von anderen Zuckertypen. Sie stillen also nicht unbedingt den Heisshunger auf etwas Süsses.

    Ausserdem neigen Menschen eher dazu, eine solche Mahlzeit zu gönnen, weil sie wissen, dass die künstlichen Süssungsmittel keine Kalorien haben.

    Natürliche Zuckerquellen bevorzugen

    Die Empfehlung lautet, auf natürliche Zuckerquellen wie Früchte, anstatt auf Lebensmittel mit zugesetzten Zuckern oder künstlichen Süssstoffen zu setzen.

    Zucker
    Natürliche Lebensmittel wie regionaler Honig oder Früchten sind demnach stets vorzuziehen. - Depositphotos

    Um den Zuckerkonsum zu kontrollieren, lohnt es sich, Etiketten genau zu lesen und hausgemachte Alternativen zu industriell hergestellten Produkten auszuprobieren.

    Dennoch sollte Zucker keineswegs verteufelt werden. Mit selbstgemachten oder ab und zu gekauften Lebensmitteln kann Zucker in Massen genossen werden, statt ihn vollständig zu verbieten.

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