Kantonsrat gibt neuem Museumskonzept eine Chance

Keystone-SDA Regional
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Luzern,

Die Fusion des Historischen und des Natur-Museums und die Neuausrichtung als Museum für Natur und Gesellschaft wird vom Luzerner Kantonsrat als Chance betrachtet.

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Eine Person an der Urne. (Symbolbild) - keystone

Auch Kulturinstitutionen müssten mit der Entwicklung Schritt halten, hiess es am Dienstag anlässlich einer kurzen Museumsdebatte. Marcel Budmiger (SP) hatte die Aussprache im Parlament mit einer Anfrage angestossen. Der Bildungsdirektor verkaufe die Schliessung eines Museums als Fortschritt, sagte er. Er zeigte sich aber trotz Kritik an der «Zwangsfusion» bereit, das neue Konzept zu diskutieren.

Claudia Huser (GLP) will der Weiterentwicklung der Museen eine Chance geben. Die Ausstrahlungskraft eines Museums sei nicht von der Quadratmeterzahl abhängig, sagte sie. Huser plädierte dafür, dass das neue Museum am heutigen Standort des Natur-Museums untergebracht wird.

Adrian Bühler (CVP) gab den Kritikern insofern Recht, dass der Auslöser für die Zusammenlegung der Museen ein Sparauftrag gewesen sei. Die Beteiligten hätten es aber geschafft, in einer schwierigen Situation ein spannendes Konzept zu erarbeiten.

Abbau schön geredet

Auch Rahel Estermann (Grüne) sagte, dass es erfreulich sei, dass sich die Museen weiterentwickelten und dass daraus etwas Spannendes entstehen könnte. Sie kritisierte aber, dass diese Weiterentwicklung nur ein Mäntelchen für den Sparauftrag sei, von dem letztlich vor allem die Schüler betroffen seien.

Fundamentalkritik an der regierungsrätlichen Museumspolitik äusserte Beat Meister (SVP). Es sei der Punkt erreicht, an dem man mit dem Sparen aufhören müsse, sagte er. Man mache die Museen zu einer finanzpolitischen Manövriermasse.

Bildungsdirektor Reto Wyss verwahrte sich gegen den Vorwurf, dass die Neuausrichtung nur ein Mäntelchen für einen Abbau sei. Die Museen müssten unabhängig der finanziellen Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden, sagte er.

0,8 Millionen Franken sparen

Der Luzerner Regierungsrat hatte Ende 2018 bekannt gegeben, dass aus finanziellen Gründen das Natur- und das Historische Museum verkleinert und zusammengelegt werden sollen. Heute kosten die Museen den Kanton 3,8 Millionen Franken. Das neue Museum für Natur und Gesellschaft soll 0,8 Millionen Franken billiger sein.

Das neue Luzerner Museum soll noch die Hälfte der Ausstellungsfläche haben und rund 2300 Quadratmeter gross sein. Es soll sich auf aktuelle Fragestellungen fokussieren. Wo das neue Museum stehen wird, ist offen. Die Pläne des Regierungsrats waren vor allem auch von Naturorganisationen kritisiert worden.

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