Das Gossauer Stadtparlament räumt den Stadtwerken mehr Handlungsspielraum ein. Weiter hat es 3,4 Millionen Franken für die Erschliessung von drei Weilern bewilligt und für Erneuerungen der Winkelriedstrasse 257‘000 Franken
Strom
Strommasten. (Symbolbild) - keystone
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Der Handlungsspielraum der Stadtwerke Gossau soll grösser werden, damit diese agiler auf die Herausforderungen von geöffneten Energiemärkten reagieren können. Der Versorgungsbetrieb bleibt eine unselbständige Verwaltungseinheit der Stadt, erhält jedoch durch die vom Parlament einstimmig beschlossene Änderung der Gemeindeordnung und das Stadtwerke-Reglement mehr Freiraum.

Anpassung kommt noch an die Urne

Die Stadtwerke werden insbesondere bei der Energiebeschaffung rascher handeln und auch mehrjährige Verträge abschliessen können, ohne durch Budget- und Rechnungsjahre eingeschränkt zu sein. Das Parlament behält in vielen Punkten das letzte Wort.

Nach den neuen Bestimmungen wird der Stadtrat die strategischen Vorgaben umsetzen sowie die Geschäftsleitung und deren Kompetenzen bestimmen. Dabei wird er beraten von einer fünfköpfigen Fachkommission. Unbestritten war, dass Parlamentsmitglieder dieser Kommission nicht angehören können. Über die Anpassung der Gemeindeordnung können die Gossauer Stimmberechtigen voraussichtlich am 10. Juni 2018 abstimmen. Das ebenso einstimmig beschlossene Reglement unterliegt noch dem fakultativen Referendum.

Drei Weiler erschliessen

Einstimmig hat das Stadtparlament gut 3,4 Millionen Franken bewilligt. Damit können die Weiler Enggetschwil, Nutzenbuech und Rüeggetschwil an das Kanalisationsnetz angeschlossen und kann das Abwasser aus diesen Gebieten zur ARA Niederbüren geleitet werden. Die Stadtwerke werden die Bauarbeiten nutzen, um den Weiler Enggetschwil an das Trinkwassernetz anzuschliessen. Bei Bedarf kann die Wasserleitung auch nach Nutzenbuech und Rüeggetschwil verlängert werden.

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