Hitzetod im Auto: Tierquälerei aus Unwissen
Hitzefalle Auto: Schon bei 20 Grad wird der Innenraum lebensgefährlich. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Haustier schützen, richtig reisen und im Notfall handeln.

Viele Tierbesitzer unterschätzen die rasant steigenden Temperaturen in einem parkierten Auto sträflich. Doch Fakt ist: Ein verschlossenes Fahrzeug wirkt physikalisch wie ein gläsernes Treibhaus.
Bereits ab einer Aussentemperatur von 20 Grad Celsius klettert das Thermometer im Innenraum schnell in die Höhe. Nach nur dreissig Minuten messen Experten dort bereits lebensgefährliche Werte von über 40 Grad.
Grenzen von Klimaanlage und Fenstern
Gewöhnliche Klimaanlagen im Stand bieten oft keinen dauerhaften Schutz bei ausgeschaltetem Motor. Auch ein spaltbreit geöffnetes Fenster reicht für die nötige, kühlende Luftzirkulation nicht aus.

Planen Sie längere Autofahrten mit Ihren Tieren unbedingt in den kühlen Morgen- oder Abendstunden. Vermeiden Sie die pralle Mittagssonne für weite Fahrten auf der Autobahn nach Möglichkeit komplett.
Nutzen Sie vor dem eigentlichen Einsteigen die Durchlüftung durch weit geöffnete Türen. Schalten Sie die eingebaute Klimaanlage während der Fahrt auf eine moderate und zugfreie Stufe.
Richtige Kühlung und Reiseplanung
Zu kalte, direkte Zugluft verursacht bei Hunden schnell schmerzhafte Augenentzündungen. Legen Sie alle zwei Stunden eine ausgiebige, schattige Pause für Ihren Vierbeiner ein.

Bieten Sie Ihrem Tier auch bei kurzen Fahrten regelmässig frisches Trinkwasser an. Hunde regulieren ihre eigene Körpertemperatur fast ausschliesslich über das intensive Hecheln.
Extrem starkes Hecheln und glasige Augen deuten auf einen akuten Hitzschlag hin. Bei fortschreitender Hitzebelastung droht dem betroffenen Tier der Tod durch ein Kreislaufversagen.
Erste Hilfe bei Überhitzung
Sollten Sie Symptome eines Hitzschlags bemerken, bringen Sie das überhitzte Tier sofort in den kühlen, rettenden Schatten. Kühlen Sie die erhitzten Pfoten und Beine langsam mit feuchten Tüchern ab.
Zudem wichtig: Aufmerksame Passanten entdecken im Sommer immer wieder leidende Hunde in verschlossenen Autos. Alarmieren Sie in einer solchen gefährlichen Situation sofort die Schweizer Polizei.
Zur Absicherung solltem Sie zudem den kritischen Zustand des Tieres mit Ihrem Smartphone dokumentieren.







