«Wir wollen näher an die Spitze»
René Berliat kehrte vor einem Jahr zu Floorball Köniz Bern zurück. Beim BärnerBär spricht er über die Saisonziele.

«Wir wissen, was wir an René Berliat haben und sind überzeugt, dass wir mit ihm wieder in ruhigere Gewässer gleiten. Sein Wissen und seine Erfahrung werden uns helfen, das Team wieder an die Spitze zu führen und dabei auch die Entwicklung unserer jungen Spieler nicht zu vernachlässigen», war Sportchef Heinz Zaugg nach der Unterzeichnung eines mehrjährigen Vertrags zuversichtlich.

Wie man weiss, gelang zwar nach Berliats Rückkehr mit Rang 5 die sichere Qualifikation für die Playoffs, doch dort bedeutete das Aufeinandertreffen mit Floorball Thurgau Endstadion. Verschiedene Gründe waren verantwortlich, dass der durchschlagende Erfolg vorerst ausblieb, unter anderem die Verletzung zu Saisonbeginn und die nachfolgende lange Sperre des Starspielers Aaro Astala wegen unerlaubter Sportwetten.
Zwei neue Ausländer
Mit nur zwei Ausländern steigt Floorball Köniz Bern in die neue Saison, «auch um den jungen Eigengewächsen noch mehr Verantwortung zu übertragen und dank der eingesparten Ausgaben den Spielern zu ermöglichen, ihr berufliches Engagement um einige Prozent zu reduzieren und das Vereinsbudget zu entlasten. So können wir nun schon seit drei Jahren dienstags und donnerstags bereits am Nachmittag ab 16 Uhr trainieren», sagt René Berliat, der weiterhin in einem kleinen Pensum auf der Gemeinde Köniz arbeitet.
Diese Nachmittag-Trainings finden jeweils in Schönbühl statt, da die Weissensteinhalle zu diesen Zeiten anderweitig belegt ist. Die Halle ist zwar ein idealer Spielort, doch die Tatsache, dass beim Bau das Geld für einen Kraftraum fehlte und die dort beheimateten Vereine (auch Futsal Minerva und Volley Köniz) über keine eigenen Garderoben verfügen, verhindert eine noch professionellere Trainingssituation.

Die beiden neu verpflichteten Schweden haben zwar weniger klingende Namen als ihre Vorgänger, doch zeigten sie bereits in der Vorbereitung beachtliche Leistungen.
Dank der guten Beziehungen von Berliat, der zwei Jahre in Schweden tätig war und auch der schwedischen Sprache mächtig ist, erhielt Köniz von einem Insider die Tipps und engagierte Verteidiger Simon Goetz und Stürmer Michael Jansson, beide Rechtsausleger, nach ausgiebigem Videostudium.
Bereits im Vorjahr setzte Berliat im Überzahlspiel junge Akteure ein und übertrug ihnen viel Verantwortung. Durch die Tatsache, dass in dieser Saison nur zwei Ausländer unter Vertrag sind, wird dies in der eben angelaufenen Spielzeit erneut der Fall sein.
Potenzial nicht ausgeschöpft
«Aufgrund des zweifellos vorhandenen Potenzials haben wir uns in der letzten Saison etwas mehr erhofft. Wir mussten zuerst im Staff und im Team wieder zu einer Einheit finden, wo alle bereit sind, in die gleiche Richtung zu agieren. Das gelang in der vergangenen Saison noch zu wenig konstant. Doch aktuell sind wir sehr gut unterwegs», verrät René Berliat und ergänzt: «Wir wollen näher an die Spitze.»
Hohe Erwartungen an die Jungen
Neben Captain Yann Ruh, dem Spielerrat mit Simon Götz, Stefan Hutzli, Jascha Haldemann, Vinz Burren, Leon Triganiello und Manuel Maurer und den Erfahrenen um Jan Zaugg und Torhüter Lukas Genhart sollen die Jungen weitere Fortschritte erzielen.
FLOORBALL KÖNIZ BERN
1998 durch die Fusion der Vereine UHC Köniz und UHC Lerbermatt Köniz gegründet. In 23 Teams sind rund 400 Kinder, Jugendliche, Frauen und Herren aktiv.
Zwei Meistertitel (2018, 21), vier Cupsiege (1999, 2008, 16, 23) und vier Supercup-Siege (2016, 18, 20, 22).
Präsident: Stephan Michel
Sportchef: Heinz Zaugg
Immer wieder stossen bei Floorball Köniz Bern Eigengewächse aus dem seit Jahren in allen Alterskategorien erfolgreichen Nachwuchs nach und erobern sich einen Platz in der ersten Mannschaft. Dies ist ein wichtiger Teil der Könizer DNA.
In die Top 4 und dann …
«Wir wollen ohne Ballbesitz strukturiert spielen und je nach Spielstand und Gegner in verschiedenen Ansätzen verteidigen. Nach Balleroberungen soll es schnell Richtung gegnerisches Tor gehen, gelingt dies nicht, gilt es das Spiel zu beruhigen, um mit schnellem Passspiel und entsprechendem Positionsspiel zu Chancen zu kommen», gibt Berliat einen Teil seiner Spielideen preis.
Eine Verbesserung in der Qualifikation, was einen Platz unter den Top 4 bedeuten würde, gibt der Coach als erstes Ziel an. «Dann schauen wir in den Playoffs. Zuerst den Viertelfinal gewinnen, dann den Halbfinal und warum nicht auch den Final», schaut Berliat voraus.
Er findet, dass sein Team bereit ist, ohne Wenn und Aber als Einheit aufzutreten. Beweisen können dies die Könizer bereits am Freitag, wenn um 19.30 Uhr in der Weissensteinhalle das erste Heimspiel gegen die Kloten-Dietikon Jets angepfiffen wird.
DAS KADER
Torhüter: 69 Lukas Genhart 1969, 74 Jonas Schlup 2005
Verteidiger: 86 Lars Fasel 2000, 33 Simon Götz (Sd) 1997, 8 Eric Grunder 2003, 66 Jascha Haldemann 2004, 47 Lukas Münger 2001, 81 Yann Ruh 1998, 67 Leon Triganiello 2002
Stürmer: 10 Nils Baillif 2007, 24 Nino Bühler 2007, 65 Vinz Burren 2005, 35 Dominic Herzog 2004, 23 Stefan Hutzli 1998, 50 Michael Jansson (Sd) 1999, 11 Manuel Maurer 1993, 70 Samuel Poffet 2001, 67 Nelio Rottaris 2001, 90 Yanis Ryser 2003, 22 Mattia Schmied 2004, 51 Raul Willfratt 2001, 61 Jan Zaugg 1997
Cheftrainer: René Berliat
Assistenten: Emanuel Antener, Simon von Gunten, Marco Herzog
Goalietrainer: Sven Körner
Teammanager: Mike Jörg
Athletikcoach: Adam Begbie








