Giro d'Italia

    Giro d'Italia: Brite Yates steht vor dem Triumph

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    Italien,

    Von drei auf eins: Mit einer denkwürdigen Leistung schwingt sich Simon Yates an der Giro d'Italia doch noch zum Sieger auf.

    Simon Yates
    Simon Yates steht kurz vor dem Sieg der Giro d'Italia. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Simon Yates brilliert am Colle delle Finestre und übernimmt die Giro-d'Italia-Führung.
    • Der Brite liegt fast vier Minuten vor Isaac del Toro und steht vor dem Giro-Triumph.

    Mit einer famosen Klettershow am legendären Colle delle Finestre hat Simon Yates die Führung des 108. Giro d'Italia übernommen. Der Gesamtsieg ist jetzt schon nahezu sicher. Yates hat bereits 3:56 Minuten Vorsprung auf den ersten Verfolger.

    Der britische Radprofi attackierte an dem berühmten Schotter-Berg etwa 39 Kilometer vor dem Ziel entscheidend und entthronte den bisherigen Gesamtführenden Isaac del Toro auf der vorletzten Etappe.

    Beim Tagessieg des australischen Ausreissers Chris Harper genügte Yates im Skiort Sestriere der dritte Platz. Erschöpft und glücklich, brach er im Ziel in Tränen aus.

    Frühe Attacke am Finestre

    Mit 1:21 Minuten Rückstand auf del Toro war Yates als Dritter in die alles entscheidende Etappe gegangen. Am über 18 Kilometer langen und im Schnitt 9,2 Prozent steilen Finestre setzte Carapaz die erste Attacke. Recht früh im Berg – und nicht wie von vielen erwartet innerhalb der letzten acht Schotter-Kilometer.

    Del Toro fuhr Carapaz hinterher, Yates schloss zu dem Duo auf. Es folgte eine Reihe von erfolglosen Attacken, doch im vierten Versuch hatte Yates endlich die entscheidende Lücke. Del Toro beschränkte sich zunächst auf die Bewachung von Carapaz, der Ecuadorianer war als Zweiter in die Etappe gegangen. Erst als Yates das Rosa Trikot des Führenden virtuell innehatte, übernahm auch del Toro teilweise Verantwortung – zu spät für den Gesamtsieg.

    Yates' Erinnerung an 2018

    Für Yates ist der 2178 Meter hohe Finestre ein Berg mit einer besonderen Geschichte. Vor sieben Jahren war der Brite als Führender in die 19. Etappe gegangen. Am Finestre trat sein Landsmann Chris Froome an und übernahm mit einer legendären Flucht über 80 Kilometer das Rosa Trikot. Yates brach komplett ein, verlor fast 40 Minuten und fiel in der Gesamtwertung weit zurück.

    Auf der Schlussetappe am Sonntag wird der Gesamtführende traditionell nicht mehr angegriffen. Die 143 flachen Kilometer mit Start und Ziel in Rom stehen vielmehr im Zeichen der Sprinter. Die Etappe führt in der Anfangsphase durch den Vatikan, das Ziel ist am Circus Maximus.

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