MotoGP – Ducati-Star Pecco Bagnaia hadert: «Ich sehe keinen Ausweg»
Pecco Bagnaia steckt in der MotoGP in einer tiefen Formkrise. Der zweifache Weltmeister kämpft mit Selbstzweifeln – und sehnt den Ducati-Abschied herbei.

Das Wichtigste in Kürze
- Pecco Bagnaia verzweifelt auch in dieser Saison an seiner Ducati Desmosedici.
- Der zweifache Weltmeister kommt mit seiner MotoGP-Maschine auf keinen grünen Zweig.
- Bagnaia sieht «keinen Ausweg» – und scheint den Aprilia-Wechsel herbeizusehnen.
Die zwei Weltmeistertitel, die Pecco Bagnaia mit Ducati in der MotoGP holte, scheinen wie aus einem anderen Leben: Seit mehr als einem Jahr steckt der Italiener – das Wunder-Wochenende von Motegi ausgenommen – im Formtief. Zuletzt zeigte die Formkurve bei Bagnaia wieder deutlich nach unten.
In Silverstone und zuletzt in Aragon erlebte der Doppel-Weltmeister einen neuen Tiefpunkt in seiner Seuchen-Saison. Sowohl in Grossbritannien als auch in Spanien blieb der Ducati-Pilot in der MotoGP ohne WM-Punkte. Bagnaia scheint das Ende seiner Ducati-Zeit und den Wechsel zu Aprilia nur noch herbeizusehnen.

Nach dem sturzbedingten Ausfall in Aragon – auf Platz sieben liegend – brechen beim Italiener die Dämme. «Ich gebe immer mein Bestes, in jeder Situation, in jedem Training. Ich komme in die Box und versuche, so klar wie möglich zu sein. Denn wir suchen ja alle nach einer Lösung, die sich nicht finden lässt», klagt er.
Formtief in der MotoGP «ist demütigend»
«Und dann erlebt man so ein Wochenende wie in Silverstone oder hier. Man gibt alles, aber man fährt trotzdem eine Sekunde langsamer als der Schnellste», ärgert sich der Italiener. Der Schnellste, das war in Aragon ausgerechnet Teamkollege und WM-Favorit Marc Márquez auf dem baugleichen Motorrad.

«Das ist beschämend, das ist demütigend», so das knallharte Fazit von Bagnaia. «Es ist der Tiefpunkt meiner sportlichen Karriere, weil ich momentan keinen Ausweg sehe. Die Situation ist dieselbe wie beim ersten Rennen – tatsächlich hat sie sich sogar noch verschlimmert. Deshalb ist es so hart.»
Bagnaia sehnt Abschied von Ducati herbei
Angesichts seines bevorstehenden Wechsels zur Konkurrenz aus Noale ist Bagnaia in die Entwicklung kaum noch eingebunden. Das trifft den Italiener, der Borgo Panigale immerhin zwei WM-Titel geschenkt hat, besonders hart. «Ich habe Ducati in jeder Situation alles gegeben. Es ist schwer zu akzeptieren, dass die Lage trotz meines Einsatzes so sein kann», so Bagnaia.

Kein Wunder, kommen beim 29-Jährigen auch Selbstzweifel auf. «Aber das war etwas, in das ich letztes Jahr schon gerutscht bin. Und dann kamen zum Glück der Test in Misano und das Rennen in Japan. Da habe ich jeden einzelnen Zweifel beseitigt und erkannt, dass ich mich einfach nur gut fühlen muss.»
















