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    Mercedes: Droht nach verpatztem Auftakt ein Köpferollen?

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Saudi-Arabien,

    Wie schon im Vorjahr startet Mercedes mit einem nicht siegfähigen Auto in die Formel-1-Saison. Die Anspannung im Team steigt, nun könnte ein Umbau passieren.

    Mercedes Formel 1
    George Russell (Mercedes) beim Bahrain-GP der Formel 1. - Mercedes AMG F1

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mercedes startete beim Bahrain-GP ernüchternd in die neue Formel-1-Saison.
    • Die Silberpfeile haben auch 2023 zum Auftakt kein siegfähiges Auto.
    • Kostet die Fehl-Entwicklung nun den Technik-Chef seinen Job?

    Trotz der ernüchternden Vorsaison mit nur einem Rennsieg hielt Mercedes auch bei seinem diesjährigen F1-Renner am Grund-Konzept fest. Die «Zeropod»-Lösung, die im Vorjahr in Bahrain debütierte, ist auch am neuen W14 prominent zu sehen.

    Schafft Mercedes in dieser Saison wie im Vorjahr die Trendwende?

    Allerdings zeigte sich in Bahrain, dass man nicht den erhofften Schritt vorwärts gemacht hat. Im Gegenteil: Der Abstand zu Red Bull und Ferrari ist gleich gross wie vor einem Jahr. Und sogar Aston Martin war zumindest beim Saisonauftakt in der Wüste schneller.

    Toto Wolff Teamchef Mercedes
    Toto Wolff, Teamchef von Mercedes, muss nun eine schwierige Entscheidung treffen. - Mercedes AMG F1

    Teamchef Toto Wolff erklärte das «Zeropod»-Konzept in Bahrain deshalb für abgehakt. Schon nach dem Qualifying machte der Österreicher seine Enttäuschung deutlich: «Ich glaube nicht, dass dieses Paket irgendwann konkurrenzfähig wird.»

    Interne Unruhe bei Mercedes droht

    Ungewöhnlich kritische Worte bei einem Team, das sonst enorm auf Harmonie bedacht ist. Und die Silberpfeile legen vor dem Saudi-Arabien-GP noch mit einem offenen Brief nach. «Wir wissen, euch schmerzt es auch», hiess es darin an die Fans gerichtet.

    Mercedes Formel 1 Hamilton
    Lewis Hamilton (Mercedes) beim Bahrain-GP der Formel 1. - Mercedes AMG F1

    Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher glaubt daran, dass es hinter den Kulissen brodelt. «Da muss es Streit geben», meint der Deutsche bei «Formel1.de». Wolff habe sich auf sein Technik-Team verlassen – und müsse nun erkennen, dass das ein Fehler war.

    Muss Technik-Chef Elliott seinen Posten räumen?

    Wolff müsse sich jetzt nämlich auch dem Druck der Sponsoren und des Mercedes-Konzerns selbst stellen. «Die finden das nicht so lustig. Mercedes sollte halt um den Sieg fahren», bilanziert Schumacher.

    Mike Elliott Mercedes F1
    Mike Elliott ist bei Mercedes in der Formel 1 für die technische Entwicklung zuständig. - Mercedes AMG F1

    Der Deutsche erwartet eine Degradierung von Technik-Chef Mike Elliott. «Mich würde nicht wundern, wenn sich da ja jetzt die Hackordnung ändern wird. Einen Technik-Chef, der das Konzept so beinhart durchzieht, kann man nicht über Nacht umstimmen.»

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