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    Formel 1: Williams-Familie zieht sich nach Team-Verkauf zurück

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Italien,

    In der Formel 1 geht eine Ära zu Ende: Die Williams-Familie zieht sich nach dem Verkauf des Teams aus dem Rennsport zurück.

    Formel 1 Frank Williams
    Sir Frank Williams, Gründer des Williams-Teams in der Formel 1. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Williams-Familie zieht sich nach dem Italien-GP aus der Formel 1 zurück.
    • Der Abschied folgt unmittelbar nach dem Verkauf des Teams an US-Investoren.
    • Der Name Williams – seit 1977 in der Formel 1 – soll davon unangetastet bleiben.

    Paukenschlag in der Formel 1: Die Williams-Familie zieht sich nach dem Italien-GP aus dem Rennsport zurück. Erst kurz vor dem Gastspiel der Rennserie in Belgien war der Verkauf des Rennteams in die USA bekannt geworden.

    Nun folgt der nächste Schritt: De-facto-Teamchefin Claire Williams verlässt ihre Funktion nach dem Rennwochenende in Monza. Auch Teamgründer Sir Frank Williams, formell noch immer Teamchef, legt sein Amt nieder. Der 78-Jährige hatte sich in den letzten Jahren aus gesundheitlichen Gründen bereits zurückgezogen.

    Williams bleibt der Formel 1 erhalten

    Frank Williams gründete das Team 1977 gemeinsam mit Patrick Head und dominierte während der 1980er und 1990er. Der letzte Rennsieg des einstigen Weltmeister-Teams liegt aber bereits acht Jahre zurück. 2012 schenkte Pastor Maldonado dem Traditionsteam aus Grove einen Sensationstriumph in Spanien.

    Claire Williams Formel 1
    Claire Williams, Teamchefin von Williams in der Formel 1, mit ihren beiden Piloten George Russell (links) und Robert Kubica bei der Teampräsentation 2019. - dpa

    «Jetzt, wo die Zukunft des Teams gesichert ist, scheint der Moment gekommen, dem Sport den Rücken zu kehren. Als Familie haben wir Williams immer den Vorrang gegeben», so Claire Williams zum Abschied. «Wir sind seit mehr als 40 Jahren in der Formel 1 und stolz auf unsere Ergebnisse.»

    Verkauft wurde das Team an eine US-amerikanische Investorengruppe namens Dorilton Capital. Deren Vorsitzender Matthew Savage sagt: «Wir respektieren die schwierige Entscheidung von Claire und der Williams-Familie. Wir sind stolz, dass wir den Namen Williams in eine neue Ära in der Formel 1 tragen dürfen.» Der Teamname soll vom Verkauf und dem Familien-Rückzug unangetastet bleiben.

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