Die Schweizer Handballnationalmannschaft verliert im Test-Länderspiel gegen EM-Teilnehmer Deutschland in Mannheim mit 26:30 (14:15).
Handball (Symbolbild)
Handball (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/AP/HERIBERT PROEPPER

Nach der Absage des Yellow Cups unterliegt die Schweizer Nationalmannschaft in einem kurzfristig organisierten Test-Länderspiel EM-Teilnehmer Deutschland in Mannheim mit 26:30 (14:15). «Viel hat nicht gefehlt», bilanziert Nationaltrainer Michael Suter unmittelbar nach der verlorenen Partie.

In der Tat ist die Schweiz das ganze Spiel über immer dran an den Deutschen. Oftmals fehlt nur ein Tor, kurze Zeit steht es gar Unentschieden und nach 50 Minuten 24:25. Doch in der entscheidenden Phase behält Deutschland die Oberhand und fügt der Schweiz eine 26:30-Niederlage zu.

Nach einer frühen 1:0-Führung liegen die Schweizer in der Mannheimer SAP Arena bald 1:3 hinten. Diesem Rückstand rennt die Nationalmannschaft lange hinterher. Kurz vor der Pause gelingt dann aber der wichtige Ausgleich: Kreisläufer Lucas Meister stellt nach Pass von Andy Schmid auf 13:13.

Die Deutschen haben in der ersten Halbzeit ihre liebe Mühe, den Luzerner Spielmacher – nach dem verletzungsbedingten Aus von Jannik Kohlbacher der einzige Rhein-Neckar-Löwe auf dem Feld in Mannheim - in den Griff zu kriegen.

Solidarische Mannschaftsleistung

Schmid steht kurz vor der Pause wieder im Zentrum. Erst scheitert er mit seinem Siebenmeter an Deutschland-Goalie Wolff, ehe er im Nachschuss doch noch trifft. Wenig später erhält die Schweiz wieder einen Siebenmeter.

Samuel Zehnder versucht es mit einem Heber, dieser misslingt ihm aber. Die Schweiz geht mit einem knappen 14:15-Rückstand in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel lassen sich die Schweizer trotz zwischenzeitlichem Tief nicht einfach so abhängen.

In einer zweiminütigen Überzahl verpassen sie es erst zu skoren – und liegen stattdessen wenig später zum ersten Mal mit 18:23 und somit fünf Toren im Hintertreffen. Beeindruckend aber, wie sich das Team von Michael Suter dank einer solidarischen Mannschaftsleistung wieder aufrafft.

Kraft und Konzentration fehlten

Cédrie Tynowski gelingt in Unterzahl ein Steal, bleibt vor dem gegnerischen Tor eiskalt und verkürzt auf 24:25. Auch acht Minuten vor Schluss ist die Partie beim Stand von 25:26 in der Mannheimer SAP Arena noch offen.

Für die Schweiz trifft in der Schlussminute dann aber nur noch Lenny Rubin. Deutschland kann sich dank viel Abgeklärtheit so doch noch absetzen und bringt den Sieg schliesslich nach Hause. «Uns fehlten am Ende Kraft und Konzentration um hier doch noch gewinnen zu können», so Suter.

Mehr zum Thema:

Andy Schmid