Schweizer Nati vor Nations-League-Aufstieg in Luzern? Das sagt Nau
Die Schweizer Nati hat am Dienstag den ersten Matchball auf den Wiederaufstieg in der Nations League. Klappt es schon in Luzern?

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweizer Nati könnte bereits am Dienstag das Ticket für die Rückkehr in die Nations League A lösen.
- Mit einem Heimsieg gegen Nordmazedonien – und einem Remis zwischen Schottland und Slowenien – wäre die Nati wieder oben.
- Jubelt die Schweiz am Dienstag über den Wiederaufstieg? Oder muss die Yakin-Elf bis November warten?
Die Schweizer Nati hat am Dienstag den ersten Matchball in der Nations League: Nach drei Siegen in Nordmazedonien, Schottland und zuhause in Luzern gegen Slowenien winkt der Wiederaufstieg. Mit einem Heimsieg gegen die Nordmazedonier wäre das Team von Murat Yakin praktisch sicher weiter.
Allerdings muss man dafür auch auf Schützenhilfe aus Glasgow hoffen: Es braucht eine Punkteteilung zwischen Schottland und Slowenien im Hampden Park.
Klappt es schon am Dienstag in Luzern mit dem Aufstieg in die Liga A? Auf der Nau.ch-Redaktion gehen die Meinungen auseinander.
Nicola Wittwer, Sportredaktor
«Ich behaupte: Die Rückkehr der Schweizer Nati in die Nations League A steht am Dienstagabend fest.
An einem Sieg gegen Nordmazedonien habe ich keine Zweifel. Selbst wenn Trainer Murat Yakin einige Veränderungen vornehmen wird, ist die Nati noch immer klar zu favorisieren. Einen Niveau-Verlust würden die Schweizer durch Rotationen kaum erleiden, dazu ist die Equipe zu gut eingespielt.

Zudem beweist gerade das Fehlen von Schlüsselspielern wie Xhaka, Embolo oder Vargas, dass die Schweiz eine gute Breite im Kader hat.
Diese wird gegen ein bislang schwaches Nordmazedonien auch am Dienstag zum Erfolg führen. Der morgige Gegner hat nach drei Spielen null Punkte und schon sieben Gegentore kassiert.

Die einzigen, die den Schweizer Aufstieg am Dienstag vermiesen können, sind deshalb die Schotten und die Slowenen. Gewinnt eine der beiden Mannschaften ihr Direktduell, könnte sie die Schweiz theoretisch noch abfangen. Yakin und Co. müssten sich mit dem Aufstieg so bis November gedulden.
Das erwünschte Remis bei Schottland – Slowenien scheint aber alles andere als unrealistisch: Im Hinspiel trennten sich die beiden Nationen 0:0.»

Mathias Kainz, Sportredaktor
«Natürlich geht die Schweizer Nati als grosser Favorit in das Heimspiel gegen Nordmazedonien. Nach dem 3:0 auswärts in Skopje wäre alles andere als ein Heimsieg auch eine herbe Enttäuschung. Trotzdem rechne ich damit, dass der Aufstieg erst im November klappt.
Daran, dass sich die Nati am Dienstag in Luzern durchsetzt, habe ich keine Zweifel. Auch, wenn Trainer Murat Yakin einige Rotationen angekündigt hat. Dieses Kader ist breit genug, um sich auch mit der zweiten Garde gegen die Nordmazedonier durchzusetzen.

Aber: Der Heim-Auftritt gegen Slowenien war nicht die erhoffte klare Ansage. Nach dem frühen Rückstand und vor allem angesichts phasenweise fahriger Defensiv-Arbeit hätte das auch anders ausgehen können. Zumal die Chancenverwertung der Nati immer noch Luft nach oben hat.
Und die Schweizer Nati hat in der Vergangenheit auch immer mal wieder Probleme mit den vermeintlichen ‹kleinen› Gegnern bekundet. Es braucht eine konzentrierte, aktive und wohl auch aggressive Leistung, um nicht über Nordmazedonien zu stolpern.

Spielverderber dürften am Dienstag die beiden anderen Gruppengegner sein: Dass sich Schottland und Slowenien erneut mit einem Unentschieden trennen, halte ich für unwahrscheinlich. Die Schotten haben nach dem verkorksten Start in die Nations League etwas wiedergutzumachen.
Zuhause sind die Schotten trotz des 0:0-Remis in Slowenien im ‹Hinspiel› wohl zu favorisieren. Ausser, man schläft zu Beginn wie die Nati in Luzern – dann traue ich Slowenien den Auswärtssieg zu. Auf eines aber lege ich mich fest: Ein 0:0-Remis sehen wir am Dienstag in Glasgow wohl nicht.»













