Ramon Vega will Fifa Chef Gianni Infantino herausfordern

    DPA
    DPA

    Zürich,

    Der ehemalige Schweizer Nationalspieler Ramon Vega überlegt sich, zur Fifa-Präsidentschaftswahl im Juni anzutreten.

    Ramon Vega
    Ramon Vega steht wegen seinen Finanz-Firmen in der Kritik - Twitter/@Ramon_Vega71

    Das Wichtigste in Kürze

    • Fifa-Boss Infantino könnte für die Präsidentschaftswahl einen Gegenkandidaten erhalten.
    • Ex Nati-Spieler Ramon Vega erwägt, im Juni gegen ihn anzutreten.

    Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist bringt sich doch noch ein möglicher Konkurrent von Gianni Infantino für den Posten als Fifa-Chef ins Spiel. Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, erwägt der ehemalige Schweizer Nati-Spieler Ramon Vega, bei der Präsidentschaftswahl am 5. Juni gegen Infantino anzutreten.

    «Aufgrund des grossen Zuspruchs und der positiven Reaktionen, die ich von vielen Seiten erhalten habe, nehme ich diese Aufgabe ernst und prüfe, ob es einen Bedarf in der Fussballwelt gibt, die Wahl des nächsten Fifa-Präsidenten im Juni im Wege eines demokratischen Wahlkampfes herbeizuführen», sagte Vega.

    Wie die Fifa am Dienstagabend auf Anfrage mitteilte, liegen noch keine offiziellen Informationen über mögliche Gegenkandidaten Infantinos für die Wahl beim Fifa-Kongress in Paris vor. Die Frist für eine Kandidatur endet bereits am kommenden Dienstag. Dann müssen alle Bewerber die Unterstützung von mindestens fünf der 211 Fifa-Mitgliedsverbände beim Weltverband vorlegen.

    Den DFB bereits informiert

    Der Deutsche Fussball-Bund hat sich noch nicht zu seinem Wahlverhalten geäussert. Nach dpa-Informationen soll dieses Thema auch beim Uefa-Kongress in der kommenden Woche in Rom besprochen werden. Dann kandidiert DFB-Präsident Reinhard Grindel ohne Gegenkandidat für eine zweite Amtszeit als europäisches Mitglied im Fifa-Council. Grindel gilt als einer der schärfsten Kritiker Infantinos.

    Die «SZ» zitierte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker: «Ramon Vega hat den DFB über seine Absicht informiert, für das Amt des Fifa-Präsidenten kandidieren zu wollen.» Bis zur Wahl bleibe aber noch genug Zeit, sich mit den Uefa-Vertretern abzustimmen.

    Vega sieht wie viele europäische Funktionäre die Pläne Infantinos, für eine Milliarden-Offerte Fifa-Vermarktungsrechte an Investoren zu veräussern, offenbar kritisch, berichtet die SZ. Der 47 Jahre alte ehemalige Verteidiger spielte in seiner Karriere unter anderem für GC, Celtic und Tottenham Hotspur. Nach seinem Karriereende arbeitete er als Vermögensverwalter in London. Bei einer Kampfabstimmung mit Infantino hätte er nach derzeitigem Stand keine realistische Siegchance.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Fifa verband
    6 Interaktionen
    Unmoralisches Angebot
    Sender beIN Sports in Katar.
    5 Interaktionen
    BeoutQ
    Gianni Infantino fifa
    Entscheidung im März

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    207 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Zürich
    Zürich
    FC Barcelona Sydney Schertenleib
    6 Interaktionen
    7:0-Triumph!
    Brasilien Wahl
    39 Interaktionen
    Brasilien-Wahl