Phil Neville ruft nach Rassismus-Eklat zum Social-Media-Boykott auf

Pascal Moser
Pascal Moser

Grossbritannien,

Paul Pogba wurde nach seinem verschossenen Penalty gegen Wolverhampton rassistisch beleidigt. Nun fordert Phil Neville einen Boykott der sozialen Medien.

Pogba
Phil Neville fordert nach dem Rassismus-Eklat um Paul Pogba einen Boykott. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Manchester United spielt in Wolverhampton 1:1-Unentschieden.
  • Das Resultat wird zur Nebensache, denn Paul Pogba wird von «Fans» rassistisch beleidigt.
  • Ex-Profi Phil Neville fordert Spieler auf, Soziale Medien zu boykottieren.

In den letzten Wochen kam es im Fussball immer wieder zu Rassismus-Skandalen. Schalke-Boss Clemens Tönnies äusserte sich abfällig gegenüber Afrikaner, Malcom wurde bei seinem Debüt für Zenit St. Petersburg als unerwünscht betitelt und auch während dem Spiel zwischen St. Gallen und Bochum kam es zu einem Eklat.

Phil Neville: «Habe das Vertrauen verloren»

Am Montag nach dem Spiel zwischen den Wolverhampton Wanderers und Manchester United gab es unschöne Kommentare. Paul Pogba (26) wurde auf Twitter wegen seines verschossenen Penaltys rassistisch beschimpft. Sein Teamkollege Harry Maguire fordert Verifizierungen von Benutzer-Konto auf den sozialen Medien.

Nun hat sich auch Phil Neville (42) zu Wort gemeldet. Der ehemalige Spieler von Manchester United fordert die Fussball-Gemeinschaft auf, die sozialen Medien während sechs Monaten zu boykottieren. «Ich habe das Vertrauen in diejenigen verloren, die diese Social-Media-Abteilungen leiten. Es muss eine starke Botschaft gesendet werden», sagt der englische Frauen-Nationaltrainer.»

Marcus Rashford: «Das muss aufhören»

Sein Club teilte mit, dass er diese Äusserungen aufs Schärfste verurteile. «Manchester United toleriert keinerlei Form von Rassismus oder Diskriminierung und hat sich seit langem verpflichtet, mit unserer Initiative #AllRedAllEqual gegen sie zu kämpfen. Wir werden daran arbeiten, die wenigen an diesen Vorfällen Beteiligten zu identifizieren und die bestmögliche Vorgehensweise zu finden. Wir ermutigen auch Social Media Unternehmen, in diesen Fällen Maßnahmen zu ergreifen.»

Und auch Nationalspieler Marcus Rashford fordert die Plattform Twitter zu Änderungen auf. «Genug jetzt, das muss aufhören», schreibt er. Er äusserte sich bereits zum Vorfall im Rahmen des Super Cups zwischen Liverpool und Chelsea, als Tammy Abraham ebenfalls rassistisch beleidigt wurde, nachdem er den entscheidenden Penalty verschoss.

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