St. Gallen

    Nati-Hoffnung Alessandro Vogt (21) erhält Todesdrohung im Netz!

    Mathias Kainz
    Mathias Kainz

    Stadt St. Gallen,

    Ein frustrierter «Fan» des FC Heidenheim schimpft auf TikTok gegen die Mannschaft, droht Nati-Juwel Alessandro Vogt gar mit dem Umbringen. Jetzt wird ermittelt.

    Alessandro Vogt FC Heidenheim
    Alessandro Vogt wird auf TikTok bedroht. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Anhänger des FC Heidenheim schimpft nach dem Remis gegen Cottbus über die Mannschaft.
    • Die Kritik eskaliert – und artet in eine Morddrohung gegen Nati-Juwel Alessandro Vogt (21) aus.
    • Der Schweizer erhält Rückendeckung von seinem Trainer, gegen den «Fan» läuft ein Verfahren an.

    Nach dem 1:1-Unentschieden des FC Heidenheim gegen Energie Cottbus verliert ein «Fan» der Heidenheimer jeglichen Bezug zur Realität: In einem Hass-Video auf TikTok schimpft er über die Leistung der Mannschaft. Vor allem ein Spieler gerät ins Visier: Nati-Juwel Alessandro Vogt.

    Schafft Alessandro Vogt den Durchbruch in Deutschland?

    Den 21-jährigen Aargauer, im Sommer vom FC St.Gallen über Hoffenheim nach Heidenheim gewechselt, bedroht der «Fan» gar mit dem Umbringen. Mittlerweile ist das Video zwar gelöscht worden, Konsequenzen wird es dennoch geben.

    Trainer Frank Schmidt fand nach dem Spiel gegen Karlsruhe deutliche Worte: «Das geht mir komplett gegen den Strich, wenn einer meint, er muss auf Social Media Spieler vernichten und sie bedrohen. Wer mich kennt, weiss: Da bin ich bereit für jeden Kampf für meine Spieler», so Schmidt.

    Alessandro Vogt FC Heidenheim
    Alessandro Vogt (re.) im Einsatz für den FC Heidenheim. - keystone

    Ein Mitarbeiter hatte das Video entdeckt, der Beitrag wurde bei TikTok gemeldet. Gemäss «Heidenheimer Zeitung» wurde zudem auch das Unternehmen «Sportradar» eingeschaltet. Der Datenpartner der Bundesliga ist auch auf die Aufklärung von Hass in den sozialen Medien spezialisiert.

    Stadionverbotsverfahren gegen «Fan» läuft

    Gegen den «Fan» wurde ein Stadionverbotsverfahren eingeleitet, auch weitere strafrechtliche Schritte sind nicht ausgeschlossen. Vergleichbare Fälle seien dem FC Heidenheim bislang nicht bekannt. Der Verein sieht es aber als seine «absolute Pflicht», seine Spieler zu schützen.

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    Gegen den Karlsruher SC machte Alessandro Vogt zuletzt seinen ersten Saisontreffer für Heidenheim. - Instagram/@fch_1846

    Wie Alessandro Vogt selbst mit dem Vorfall umgeht, geht aus der Mitteilung des Vereins nicht hervor. Der FC Heidenheim betont aber seine Unterstützung für den 21-jährigen Schweizer. «Er weiss, dass er die volle Rückendeckung von uns als Verein hat und wir ihn bedingungslos schützen», heisst es.

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