Kosovo schlägt Albanien im Bruderduell

    Jan Weisstanner
    Jan Weisstanner

    Zürich,

    Über acht Jahre, nachdem er im Letzigrund mit dem FC Zürich Schweizer Meister wurde, kehrt Bernard Challandes nach Zürich zurück. Und weist als Trainer Kosovos den grossen Nachbarn Albanien mit 3:0 in die Schranken.

    Die Fans der kosovarischen Nationalmannschaft feuern ihr Team an (Archivbild).
    Die Fans der kosovarischen Nationalmannschaft feuern ihr Team an (Archivbild). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gestern fand in Zürich ein Länderspiel zwischen Kosovo und Albanien statt.
    • Das Zuschauer-Interesse war beim überraschenden 3:0-Erfolg von Kosovo riesig.

    18'700 Zuschauer wohnen dem ersten offiziellen Länderspiel zwischen Kosovo und Albanien im Letzigrund bei. Eine prächtige Zahl. Erst 2016 wurde Kosovo als offizielles Mitglied der FIFA anerkannt. Vor, während und nach dem Spiel wird friedlich, volksfestmässig gefeiert. So mutiert die Partie an sich beinahe zur Nebensache.

    Die Überraschung: Gleich mit 3:0 überfährt Kosovo das weitaus grössere und im Fussballzirkus bekanntere Albanien. Die Stimmung bleibt trotz des klaren Resultates durchgehend prächtig, mehrmals rauscht eine La-Ola-Welle durch die Halle.

    Challandes mit drittem Sieg in drittem Spiel

    Eine in Zürich nicht unbekannte Person hatte besonders viel Grund zum Jubeln: Bernard Challandes trainiert die kosovarische Nationalmannschaft. Der Romand feierte an der Gaststätte mit Zürich den Meistertitel 2009. Nun steht er zum dritten Mal bereits an der Seitenlinie der Osteuropäer. Und die kleine Fussballnation ist in grosser Form: Es ist der vierte Sieg in einem offiziellen Spiel in Folge.

    Diesen Ort kennt er zur Genüge: Bernard Challandes gestern Abend bei der Rückkehr ins Letzigrund.
    Diesen Ort kennt er zur Genüge: Bernard Challandes gestern Abend bei der Rückkehr ins Letzigrund. - Keystone

    Die Fans der albanischen Nationalmannschaft, die die WM in der Schweizer Qualifikationsgruppe verpasst hatte, wird die Niederlage nicht allzu sehr gestört haben. So fand gestern ein fröhliches Fussballfest zwischen zwei Nachbarländern ein friedliches Ende.

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