Inferiorer FCB verliert in Salzburg in der Europa League mit 1:3
Der FC Basel zeigt in der Europa League in Salzburg zwei Gesichter: Eine desaströse erste Hälfte ruiniert alle Chancen, das Aufbegehren kommt am Ende zu spät.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Basel entgeht in Salzburg in der Europa League einem Debakel.
- Mit einer 1:3-Auswärts-Niederlage ist Basel sogar noch gut bedient.
- Am Sonntag wartet der Klassiker beim FCZ auf die Bebbi.
Hätte der FC Basel in der Europa League in Salzburg mit 0:6 verloren, man hätte sich nicht beschweren dürfen. Stattdessen steht am Ende eine fast versöhnliche 1:3-Niederlage zu Buche. Vor allem der katastrophale Auftritt in der ersten Hälfte dürfte am Rheinknie aber noch für viele Diskussionen sorgen.
Nach nur zwei gespielten Minuten jubelt Salzburg: Nach einem kapitalen Fehlpass von Daniliuc bezwingt Alajbegovic den FCB-Schlussmann. Adjetey fälscht den Distanzschuss noch entscheidend ab.

Und Salzburg doppelt nach 12 Minuten nach: Wieder ist es Jungstar Alajbegovic. Er tanzt Agbonifo und Bacanin locker aus und zimmert die Kugel aus 20 Metern in den Winkel. Erneut ist Hitz machtlos, schon früh hängt Rot-Blau angeschlagen in den Seilen.
Rot-Blau völlig von der Rolle
Hitz ist es aber, der fünf Minuten später in extremis das 0:3 verhindert. Bei einem Kitano-Abschluss aus spitzem Winkel dreht e den Ball noch um den Pfosten. Kurz darauf trifft Alajbegovic nur das Aussennetz, Krätzig verfehlt das lange Eck nach 20 Minuten haarknapp.

Nach 28 Minuten hat Rot-Blau dann eine Portion Glück, Hitz spielt den Ball in die Füsse von Baidoo. Der geht im Zweikampf mit Daniliuc im Sechzehner zu Boden, es gibt aber keinen Elfmeter. Vertessen trifft zudem nach 32 Minuten nur den Pfosten.
Chancenloser FCB schon zur Pause geschlagen
Nach 35 Minuten macht Krätzig dann den höchstverdienten, längst überfälligen dritten Treffer: Bacanin lässt sich vor dem Sechzehner den Ball abluchsen, Krätzig bezwingt den bedauernswerten Hitz im langen Eck.

Ludovic Magnin reagiert zur Pause, unter anderem muss Shaqiri in der Kabine bleiben. Ajeti ersetzt den Captain, auch Koindredi und Kacuri kommen neu ins Spiel. Das bringt zunächst etwas Offensivdrang, Salzburg startet aber spürbar gelassen in die zweite Hälfte.
Glückstreffer bringt Basel zurück ins Spiel
Das rächt sich nach 55 Minuten durch einen kuriosen Treffer: Agbonifo bringt den Ball mit einer schönen Hereingabe zur Mitte. Die landet zwar bei Salzburg-Verteidiger Schuster, der schlägt aber ein Luftloch. Schlager ist machtlos, der Ball schlägt zum 1:3 ein.

Plötzlich sind die Bebbi zurück im Spiel, Salzburg wirkt nach dem Gegentreffer geschockt. Ajeti verpasst nach 61 Minuten mit dem Kopf nur knapp das 2:3. Insgesamt strahlt Basel nun deutlich mehr Gefahr aus. Schlager muss in Minute 82 bärenstark gegen Schmid retten.
Rot-blaues Aufbegehren kommt letztlich zu spät
Aber Salzburg bringt seinen Vorsprung am Ende souverän über die Zeit. Die rot-blauen Offensiv-Bemühungen bleiben in den Schlussminuten unbelohnt. Mit der 1:3-Niederlage ist Basel nach dieser ersten Hälfte aber noch gut bedient.

Für den FC Basel geht es in der Super League mit dem Klassiker weiter: Die Bebbi treffen am Sonntag um 16.30 Uhr auswärts auf den FCZ. In der Europa League wartet in einer Woche das Heimspiel gegen Viktoria Pilsen (CZE).












