Bobic kritisiert Fussball-Ausbildung - DFB stimmt zu

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    Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic übt Kritik an der Fussball-Ausbildung in Deutschland. Der Ex-Stürmer hält es zum Beispiel für einen Fehler, nicht mehr auf den klassischen Angreifer, dem «Neuner», zu setzen. Der DFB stimmt zu und verspricht Besserung.

    Der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic vermisst den klassischen Strafraumstürmer in Deutschland. Foto: Swen Pförtner
    Der Frankfurter Sportvorstand Fredi Bobic vermisst den klassischen Strafraumstürmer in Deutschland. Foto: Swen Pförtner - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eintracht Frankfurts Manager Fredi Bobic hat die Fussball-Ausbildung in Deutschland kritisiert.

    «Ich habe es immer für einen grossen Fehler gehalten, dass wir in der Ausbildung in Deutschland nicht mehr auf den klassischen 'Neuner' gesetzt haben. Da wurden und werden grosse Fehler gemacht», sagte Bobic im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

    Beim hessischen Bundesligisten sorgt derzeit unter anderen der Franzose Sébastien Haller für Furore, er hat in dieser Saison bereits zwölf Tore erzielt. «Einen Mittelstürmer wie Haller haben wir in Deutschland nicht. Auch wenn ich mir die Jugend anschaue: Wie viele Mittelstürmer haben wir denn noch? Puh, das wird schwer für Deutschland», sagte Bobic.

    Der Deutsche Fussball-Bund reagierte zustimmend auf die Kritik und betonte, mit einer Neuausrichtung der Ausbildung schon angefangen zu haben, den Problemen zu begegnen. «Unser Ziel ist es, den deutschen Fussball zurück an die Weltspitze zu bringen», sagte Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie des DFB. «Ich stimme Fredi zu und unsere Ausbildung und Ausrichtung ist genau die, solche Mängel abzustellen.»

    Mit der Liga und den Landesverbänden seien schon mögliche Massnahmen besprochen und diskutiert worden, sagte Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften. «Wir möchten künftig wieder verstärkt für "Spitzenfussball made in Germany" stehen.»

    Zu den ersten Massnahmen der sportlichen Führung des DFB, die bei einem Medien-Workshop im Februar in Frankfurt vorgestellt wurden, gehören unter anderem die Optimierungen im Fussball-Lehrer-Lehrgang, die Spielphilosophie «Unser Weg» bei den U-Nationalmannschaften sowie mehr Bolzplatz-Mentalität, Kreativität und Persönlichkeit zu fördern.

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