Beni Thurnheer: Deshalb hat die Nati immer Mühe gegen die «Kleinen»

    Beni Thurnheer
    Beni Thurnheer

    Winterthur Stadt,

    Heute spielt die Schweizer Nati an der WM 2026 gegen Bosnien-Herzegowina (21 Uhr). Beni Thurnheer erklärt, weshalb uns grosse Nationen besser liegen.

    Beni Thurnheer
    Beni Thurnheer (76) kommentierte auf SRF die Spiele der Schweizer Nati während Jahrzehnten. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In seiner Kolumne macht Beni Thurnheer den WM-Check.
    • Die «Kleinen» haben einen Heidenrespekt vor den Schweizern, schreibt Thurnheer.
    • Die Nati spielt heute das zweite WM-Spiel um 21 Uhr im Los-Angeles-Stadion.

    Nur 1:1 im WM-Auftakt gegen den krassen Aussenseiter Katar. Die Schweiz hatte schon immer Mühe mit den «Kleinen». Das war schon in der Qualifikation zu dieser WM gegen den Kosovo und Slowenien der Fall, und auch im letzten Testspiel gegen Australien.

    Umgekehrt verblüfften die Schweizer in den letzten Jahren an Turnieren immer wieder mit Glanzleistungen gegen die ganz Grossen wie Frankreich, England, Italien, Deutschland.

    Ist das nicht paradox, absurd, unlogisch? Ich glaube, ich habe eine Erklärung dafür.

    WM 2026
    Reporter-Legende Beni Thurnheer an der WM 2026. - zVg

    Die sogenannten «Kleinen» haben einen Heidenrespekt vor den Schweizern. Sie analysieren deshalb deren Spiel genau und sehen, dass fast alle tödlichen Pässe von Granit Xhaka kommen.

    Wie spielt die Schweiz heute gegen Bosnien-Herzegowina?

    Deshalb bewachen sie ihn dann besonders intensiv und sorgen dafür, dass er den Ball jeweils nur seitlich oder rückwärts spielen kann.

    Die «Grossen» dagegen treten mit einem Selbstvertrauen auf, das oft an Überheblichkeit grenzt. Ihre Grundeinstellung: «Wir vertrauen auf unsere eigenen Stärken, wie der Gegner spielt, ist uns egal».

    Resultat: Granit Xhaka findet im Spiel viel mehr Freiräume vor, kann schalten und walten wie er will, und verhilft so dem Schweizer Team mit seinen genialen Zuspielen immer wieder zu ungeahnten Höhenflügen.

    Schweizer Nati WM 2026
    Granit Xhaka und Manuel Akanji im Training der Schweizer Nati. - keystone

    Was bedeutet das für die aktuelle WM? In den beiden verbleibenden Gruppenspielen gegen zwei weitere «Kleine» sollte man einfach die Punkte für ein Weiterkommen sicherstellen.

    Dann wird vielleicht schon im Sechzehntelfinal ein «Grosser» warten. «Da werden wir wohl keine Chance haben», werden die Fans hadern, ausser sie haben diesen Artikel in der WIZE gelesen.

    Denn dann wissen sie: Von jetzt an geht's bergauf, dank Xhaka und den zu selbstbewussten «Grossen»!

    Zum Autor

    SRF-Legende und Fussball-Experte Beni Thurnheer (76) reist für die Gruppenspiele der Schweizer Nati in die USA – und lässt uns an seinen WM-Eindrücken davor, während und danach teilhaben. Diese Kolumne erscheint heute ebenfalls in der Winterthurer Zeitung.

    WM 2026
    Beni Thurnheer an der WM 2026 in den USA. - zVg

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    Kommentare

    User #3510 (nicht angemeldet)

    Grande Beni Thurnheer, du bist und bleibst eine Legende!

    User #3510 (nicht angemeldet)

    Gegen die Kleinen? Was ist dann die Schweizer Nationalmannschaft?

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