Hodenkrebs: Hertha will Neuen Untersuchung anbieten

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    Hertha BSC will seinen potenziellen Neuverpflichtungen in der kommenden Transferperiode nach zuletzt mehreren Krebsfällen eine Hoden-Untersuchung empfehlen.

    Steht nach seiner Hodenkrebserkrankung wieder für Hertha BSC auf dem Platz: Marco Richter.
    Steht nach seiner Hodenkrebserkrankung wieder für Hertha BSC auf dem Platz: Marco Richter. - Andreas Gora/dpa

    «Hertha wird diese Untersuchungen auf jeden Fall ab der nächsten Transferperiode aktiv anbieten. Das ist aber nicht verpflichtend», sagte Geschäftsführer Fredi Bobic der «Bild». Auch der aktuelle Kader des Fussball-Bundesligisten bekam dem Bericht zufolge eine solche Empfehlung. «Das komplette Trainer-Team war inzwischen schon dort und auch viele Spieler», sagte Trainer Sandro Schwarz.

    Bei den Hertha-Profis Marco Richter und Jean-Paul Boetius war in der jüngeren Vergangenheit Hodenkrebs entdeckt worden. Beide mussten operiert werden, aber keine Chemotherapie absolvieren. Richter kam schon wieder in der Bundesliga im Einsatz und erzielte Tore. Boetius kehrte unter der Woche in das Mannschaftstraining zurück. «Djanga ist ein unheimlich positiver Geist – man kann sagen: Das grosse Lachen ist zurückgekehrt! Ein total lebensfroher Mensch, der der Mannschaft sehr gut tut», sagte Bobic der Zeitung.

    Vier bekannte Fälle seit dem Frühjahr

    Insgesamt gab es seit dem Frühjahr vier bekannte Hodenkrebs-Fälle in der Bundesliga. Timo Baumgartl (Union Berlin) absolvierte eine Chemotherapie und kann inzwischen wieder für die Eisernen spielen. Bei Borussia Dortmunds Sebastien Haller wurde kurz nach der Verpflichtung im Sommer ein Tumor festgestellt. Der 28 Jahre alte Stürmer der Elfenbeinküste muss sich ebenfalls einer Chemotherapie unterziehen.

    Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft ist Hodenkrebs mit einem Anteil von etwa 1,6 Prozent aller Krebsneuerkrankungen eine eher seltene Tumorerkrankung. Im Unterschied zu den meisten anderen dieser Erkrankungen sind die Betroffenen jedoch zumeist noch jung. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 38 Jahren. Lebensstilfaktoren oder bestimmte Sportarten haben nach Aussage von Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums, keinen Einfluss auf die Entstehung von Hodenkrebs.

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