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    BVB: Manuel Akanji wird trotz Spektakel-Sieg zum Prügelknaben

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Deutschland,

    Der BVB gewinnt zum Rückrunden-Start spektakulär mit 5:3. Trotzdem wird die Borussia heftig kritisert – Prügelknabe ist Nati-Verteidiger Manuel Akanji.

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    BVB-Verteidiger Manuel Akanji hat hier gegen Augsburgs Florian Niederlechner das Nachsehen. - Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der BVB gewinnt in Augsburg 5:3, wird aber für die Abwehrarbeit heftig kritisiert.
    • Manuel Akanji wird von deutschen Medien mit der schlechtesten Note abgestraft.

    Was für ein Debüt von Norwegens Wunderkind Erling Haaland beim BVB. Lucien Favre wechselt ihn beim Stand von 1:3 gegen Augsburg ein – beim Abpfiff stehts 5:3 aus Sicht der Dortmunder. Haaland trifft dreimal und ist der gefeierte Held.

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    Erling Haaland zeigt beim BVB ein fantastisches Debüt. - Keystone

    Friede, Freude Eierkuchen beim BVB? Mitnichten, denn: Nach dem Spiel hebt Trainer Favre den Mahnfinger. «Eine Analyse ist nötig, wir können nicht immer fünf Tore schiessen.»

    Gemeint ist die Dortmunder Abwehrarbeit, die alles andere als perfekt funktioniert. Drei Gegentore gegen Martin Schmidts Augsburg sind für Borussia-Ansprüche zuviel.

    Akanji ist der Prügelknabe beim BVB

    Für die deutschen Medien ist der Sündenbock schnell gefunden. Unser Nati-Verteidiger Manuel Akanji wird nach dem Spiel heftig abgestraft. Note 6 gibt es bei der «Bild» – schlechter geht es in Deutschland nicht! Auch Lukas Pisczcek und Kapitän Marco Reus erhalten den «Noten-Hammer».

    Schon fast ironisch: Mats Hummels wird dank einem schönen Assist mit der Note 4 belohnt. Dabei sieht der deutsche Ex-Nati-Spieler bei den Gegentoren mindestens so schlecht aus, wie seine Kollegen.

    Ist eine derart schlechte Benotung bei einem Sieg okay?

    Marcel Reif: «Akanji hätte hohes, internationales Niveau»

    Wird da wirklich mit dem gleichen Massstab gemessen? Etwas Rückendeckung erhält Akanji am Sonntagmittag beim «Doppelpass» auf «Sport1». Im traditionellen Fussball-Talk nimmt Reporter-Legende Marcel Reif den Schweizer in Schutz.

    «Mit einem erfahrenen Mann neben sich, hat er hohes internationales Niveau. Und dafür haben sie beim BVB ja auch Hummels geholt», erklärt der Wahl-Schweizer.

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    Marcel Reif spricht im «Doppelpass» auf «Sport1» über Manuel Akanji und den BVB. - Sport1 HD

    Doch auch Reif legt kritische Worte nach: «Irgendwann muss er dieses Potential aber auch abrufen.» Dafür hat der «Prügelknabe» beim BVB durchaus noch Zeit. Manuel Akanji ist schliesslich gerade mal 24 Jahre alt.

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