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    SC Bern: Deshalb ist Kahun-Aus nichts als logisch

    Yannick Zimmermann
    Yannick Zimmermann

    Bern,

    Der SC Bern und Dominik Kahun lösen den Vertrag per sofort auf – der Deutsche geht zu Lausanne. Es ist ein logischer Schritt. Ein Kommentar.

    SC Bern Dominik Kahun
    Der SCB und Dominik Kahun lösen den Vertrag per sofort auf. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der SCB und Dominik Kahun haben sich auf eine sofortige Auflösung des Vertrags geeinigt.
    • Der Deutsche schliesst sich kurz vor den Playoffs Lausanne an.
    • Die Vertragsauflösung ist eine logische Folge der Geschehnisse in dieser Saison.

    Unzählige weinende Emojis sind in der Kommentarspalte unter dem Instagram-Post der Vertragsauflösung von Dominik Kahun und dem SCB zu sehen. In der Tat ist es jammerschade, dass der Deutsche die Mutzen in Richtung Lausanne verlässt.

    Kahun war in Bern sehr beliebt. Er ist ein genialer Eishockeyspieler, der unbestritten die Fähigkeiten hat, um einer der Besten der National League zu sein. 134 Skorerpunkte in 152 Spielen! Seine Offensiv-Zahlen in den knapp vier Saisons beim SC Bern sprechen Bände.

    SCB Fans Dominik Kahun
    Die Fans des SCB sind enttäuscht, verlässt Dominik Kahun den Club. - Instagram/@sc_bern_official

    In dieser Saison konnte der 29-Jährige sein Können aber zu selten zeigen.

    Gerade einmal neun Skorerpunkte (2 Tore und 7 Assists) sammelte er in 24 Partien. In den letzten zwei Spielen war Kahun gar überzählig.

    Schwerer Stand bei Trainer Tapola

    Zudem entsprach sein Spielertyp nicht unbedingt den Eishockey-Vorstellungen und den strikten taktischen Vorgaben von Trainer Jussi Tapola. Ist das der Fall, hat man in Bern derzeit einen schweren Stand.

    Daher ist es logisch, dass Kahun den SC Bern um eine Vertragsauflösung bat. Und auch logisch: Dass die Mutzen einwilligen.

    Denn: Die auf diese Saison hin verpflichteten Import-Stürmer Austin Czarnik, Victor Ejdsell und Waltteri Merelä liefen Kahun den Rang ab.

    SCB
    Haben Dominik Kahun beim SCB den Rang abgelaufen: Austin Czarnik (l.), Victor Ejdsell und Waltteri Merelä (r.). - keystone

    Czarnik ist Liga-Topskorer und bildet mit Ejdsell und Marco Lehmann eine der besten Sturmreihen der National League. Merelä ist mit 19 Treffern der beste Torschütze der Berner.

    Neun Import-Spieler beim SC Bern

    Dazu kommt: Ab dem nächsten Spiel ist auch Neuzugang Miro Aaltonen spielberechtigt, seine Doping-Sperre läuft ab.

    Bis zu seiner Vertragsauflösung sammelte er bei Kloten in 36 Spielen 35 Skorerpunkte.

    Miro Aaltonen SC Bern
    Miro Aaltonen wechselt früher als geplant zum SC Bern. - keystone

    Somit wären dem SC Bern bald neun Import-Spieler zur Verfügung gestanden: Reideborn, Häman Aktell, Klok, Nemeth, Aaltonen, Czarnik, Ejdsell, Merelä – und eben Kahun. Und nur sechs dürfen jeweils eingesetzt werden.

    Der SCB gibt Kahun an Lausanne ab – ein Fehler?

    Dass sich die Wege von Kahun und dem SCB trennen, ist in Anbetracht all dessen also nichts als logisch. Auch zum jetzigen Zeitpunkt, so kurz vor der Playoff-Zeit.

    Eines ist aber auch klar: Sollte es in den Playoffs zum Duell zwischen Bern und Lausanne kommen, wäre die Affiche an Brisanz kaum zu überbieten.

    Kommentare

    User #5182 (nicht angemeldet)

    Von mir Aus kann der gehen ist auch einer wo mehr Verletzt ist als der Spielt, darum konnte der auch nicht mehr in die NHL weil Er mehr gefällt hatte als dieser gespielt hatte so ist es + nicht anders.

    User #9425 (nicht angemeldet)

    Geniale Spieler sind eben im langweiligen Finnen-Hockey von Tapola nicht gefragt.

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