Letzter Anlauf für Heynen: Volleyball-Meister zum Abschied?

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    Deutschland,

    Vital Heynen hat 2016 die Nachfolge von Stelian Moculescu beim VfB Friedrichshafen übernommen. Seither holte Ex-Nationaltrainer Deutschlands zwar viele Titel - aber noch nicht die Meisterschaft. Sein Abschied im Sommer steht fest.

    Vital Heynen möchte zukünftig nur noch Nationaltrainer bei Weltmeister Polen sein. Foto: Uwe Anspach/dpa
    Vital Heynen möchte zukünftig nur noch Nationaltrainer bei Weltmeister Polen sein. Foto: Uwe Anspach/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Spätestens am 12.

    Mai verabschiedet sich Trainer Vital Heynen vom VfB Friedrichshafen und der Bundesliga. An jenem Sonntag enden die Meisterschafts-Playoffs im Volleyball, sollte es zu einer fünften Partie kommen.

    Vielleicht ist alles aber auch schon viel früher zu Ende - denn erstmal muss das Team vom Bodensee überhaupt ins Finale kommen. «Ich denke nicht, dass die Viertelfinals normal verlaufen werden. Ich erwarte nicht, dass die ersten vier der Liga auch ins Halbfinale kommen», sagte Heynen der Deutschen Presse-Agentur vor dem Start in die Playoffs gegen die Volleyball Bisons Bühl am Samstag (19.30 Uhr). «Die Liga war in Deutschland niemals so knapp beieinander wie dieses Mal.»

    Dennoch hofft der Belgier nach viereinhalb Jahren als Nationaltrainer der DVV-Auswahl mit WM-Bronze 2014 als Höhepunkt und nun drei Jahren als Coach des Rekordmeisters auf einen schönen Schlusspunkt seiner Zeit in Deutschland. «Ein Abschied mit der Meisterschaft wäre sehr gut, aber ich gehe auch so mit einem guten Gefühl weg», sagte der 49-Jährige. «Wir haben drei Mal die Liga gewonnen, drei Mal den Pokal und den Supercup. Es fehlt nur die Meisterschaft, um das perfekt zu machen, ja, das stimmt.»

    Sein Nachfolger Michael Warm steht seit wenigen Tagen fest, Heynen will sich in Zukunft ganz seiner Aufgabe als Nationaltrainer Polens widmen. Dem Land, mit dem er im vergangenen September Weltmeister wurde. Der grösste Erfolg seiner Karriere erwies sich in der Folge dann aber als kleines Problem. «Du gehst vor dem Sommer als normaler Trainer und kommst nach dem Sommer als Weltmeister. Das verändert, wie die Leute auf dich gucken. Ihr Deutschen macht den Respekt manchmal zu gross», meinte Heynen. «Ich hatte ganz lange das Gefühl, dass es ein Nachteil war.»

    Inzwischen aber ist die Verbindung zu seinen Spielern wieder da. Die Hauptrunde beendete der VfB auf Rang eins. «Wir müssen selber gut spielen. Unser Fokus geht auf die eigene Mannschaft. Wir beschäftigen uns nicht so sehr damit, gegen wen wir spielen», meinte er vor dem ersten Duell mit Bühl.

    Alle 13 Meisterschaften der Friedrichshafener holte Heynens Vorgänger Stelian Moculescu. Im vergangenen Jahr verhinderte dann ausgerechnet jener Moculescu als Interimstrainer mit Berlin den Titel für den VfB mit einem Sieg im entscheidenden fünften Spiel am Bodensee. «Natürlich wäre es eine Enttäuschung, wenn wir es wieder nicht schaffen. Aber das ist der Sport. Wir waren jedes Mal knapp dran, das macht mich auch stolz», sagte Heynen. «Wenn sie die vergangenen drei Jahre zusammenzählen, war Friedrichshafen klar die beste Mannschaft in Deutschland. Das ist auch schön.» Der Titel aber wäre schöner.

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