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    Schach: Niemann scheitert mit Millionenklage gegen Carlsen

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    USA,

    Skandal im Schach! Star Carlsen erhob schwere Betrugsvorwürfe gegen den US-Amerikaner Niemann. Der wollte als Entschädigung Millionen – erhält sie aber nicht.

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    Magnus Carlsen (l.) war von Hans Niemann verklagt worden. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im September erhob Schach-Star Carlsen öffentlich Betrugsvorwürfe gegen Niemann.
    • Der US-Amerikaner verklagte den Ex-Weltmeister im Anschluss auf Schadenersatz.
    • Nun ist die Klage von Niemann abgewiesen worden.

    Grossmeister Hans Niemann ist mit seiner Millionenklage gegen Magnus Carlsen, Superstar im Schach, vorerst gescheitert. Ein Bundesrichter am zuständigen Gericht in Missouri wies die Klage des US-Amerikaners auf Schadenersatz in Höhe von 100 Millionen Dollar gegen Carlsen und andere ab, wie das «Wall Street Journal» berichtet.

    Ex-Weltmeister Carlsen (32) hatte schwere Betrugsvorwürfe gegen Niemann (20) erhoben. Der Skandal erschütterte im vergangenen Jahr das Schach.

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    Magnus Carlsen (l.) und Hans Niemann. - dpa

    «Wir freuen uns, dass das Gericht den Versuch von Hans Niemann, vor einem Bundesgericht in Missouri einen unverdienten Gewinn zu erzielen, zurückgewiesen hat und dass Niemanns Versuch, die Meinungsäusserung durch eine strategische Prozessführung in diesem Forum zu unterbinden, gescheitert ist», sagte Carlsens Anwalt Craig Reiser.

    Niemanns Anwälte kündigten an, die Verleumdungsklage neben anderen Klagen nun vor einem staatlichen Gericht zu verfolgen.

    Betrugsvorwürfe im Schach

    Niemann hatte Carlsen und dessen Firma Play Magnus Group, die Online-Plattform chess.com sowie weitere Akteure verklagt. Er warf den Beschuldigten vor, sich verbündet zu haben, um seinen Ruf und seinen Lebensunterhalt zu zerstören. Durch die Betrugsvorwürfe seien seine Karriere und sein Leben ruiniert worden.

    Vergangenen September hatte Carlsen erstmals öffentlich konkrete Betrugsvorwürfe gegen Niemann publik gemacht, nachdem er zuvor im Rahmen eines hochkarätig besetzten Onlineturniers ein Duell gegen Niemann nach nur einem Zug kommentarlos beendet hatte. Daraufhin war Niemann von zahlreichen Wettkämpfen ausgeschlossen worden.

    Glauben Sie, dass im Schach häufig betrogen wird?

    Niemann gab zu, im Alter von zwölf und 16 Jahren bei virtuellen Turnieren zweimal betrogen zu haben, nie jedoch in Präsenz am Schachbrett.

    Auch der Weltschachverband (Fide) hatte eine Untersuchung eingeleitet, um den Fall aufzuklären. Ein Untersuchungsbericht des Portals Chess.com legte Anfang Oktober 2022 nahe, Niemann habe wahrscheinlich in mehr als 100 Online-Partien betrogen, darunter auch in Preisgeldturnieren.

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