Tod

    Jeannine Gmelin tritt per sofort zurück

    Keystone-SDA
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    Uster,

    Vor etwas mehr als einem Monat ist der Trainer von Jeannine Gmelin gestorben. Nun zieht die Ruderin einen Schlusstrich unter ihre Karriere.

    Jeannine Gmelin
    Jeannine Gmelin tritt zurück. (Bild von 2012) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jeannine Gmelin gibt ihren Rücktritt mit 32 Jahren bekannt.
    • Die Ruder-Weltmeisterin von 2017 verlor vor kurzem überraschend ihren Trainer.
    • Die genaue Todesursache von Robin Dowell ist bis heute ungeklärt.

    Die Skifferin Jeannine Gmelin hat an einer Medienkonferenz in ihrem Gym in Kägiswil den Rücktritt vom Rudersport erklärt. Ursprünglich wollte die 32-jährige Zürcher Oberländerin bis nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris weitermachen, der unerwartete Tod ihres Trainers Robin Dowell machte ihrem Plan jedoch einen Strich durch die Rechnung.

    Jeannine Gmelin
    Jeannine Gmelin verabschiedete sich letzten Dezember von ihrem Coach Robin Dowell. - Instagram

    Nach dem 5. Platz an den Olympischen Spielen in Tokio war für Gmelin klar, dass sie ihre Karriere fortsetzen würde. «Ich merkte dort, dass ich nach wie vor sehr viel Freude habe an dieser Art von Leben», sagte sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zudem hatte sie in der schwierigen Zeit nach dem Bruch mit dem Schweizer Verband (SRV) Anfang 2019 viel gelernt. «Robin und ich hätten es schade gefunden, die gesammelten Erfahrungswerte nicht zu nutzen. Das war unser gemeinsamer Punkt, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzufahren.»

    Verstorbener Trainer war auch ein «Seelenverwandter»

    Der Epileptiker Dowell ist am 16. Dezember 2022 während eines Trainings, das er mit dem Motorboot begleitete, völlig unerwartet im Alter von 40 Jahren aus dem Leben geschieden. Der Engländer war für Gmelin nicht nur ihr Trainer, sondern «ein Freund, ein grossartiger Mensch, mein Seelenverwandter und der Grund, dass ich zu der Sportlerin geworden bin, die ich bin.»

    Die Zusammenarbeit begann Anfang 2017, als Dowell zum Cheftrainer des SRV ernannt wurde. Obwohl er Gmelin im ersten Jahr zum WM-Titel führte, degradierten ihn die Verantwortlichen im April 2018 zum Trainer der Frauen, Ende Januar 2019 folgte dann gar die Entlassung. Um mit Dowell weiterarbeiten zu können, löste sich Gmelin vom Verband und stellte ein eigenes Team auf die Beine. Zwar blieben weitere Titelgewinne aus, dennoch bereute sie ihren Entscheid nicht.

    Gold-Medaille von 2017 grösster Karriere-Erfolg von Jeannine Gmelin

    Die am 1. Oktober 2017 in Sarasota im Bundesstaat Florida gewonnene WM-Goldmedaille ist bis heute der grösste Erfolg einer Schweizer Ruderin. Nach dem 5. Platz an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro blieb Gmelin bis zum 2. Platz an den Weltmeisterschaften 2018 in Plovdiv ungeschlagen. An Europameisterschaften holte sie einmal Gold (2018), zweimal Silber (2015 und 2019) und einmal Bronze (2021). Weitere Erfolge kommen nun nicht dazu, der Tod von Dowell hat für Gmelin, was das Rudern betrifft, alles geändert.

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