Werder weiter mit Kohfeldt - keine Garantie bis Saisonende

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    Werder Bremen setzt im Abstiegskampf erneut auf Florian Kohfeldt. Wie in der vergangenen Saison wird der Coach trotz der sportlichen Talfahrt nicht entlassen.

    Bleibt Trainer von Werder Bremen: Florian Kohfeldt. Foto: Andreas Gora/dpa-Pool/dpa
    Bleibt Trainer von Werder Bremen: Florian Kohfeldt. Foto: Andreas Gora/dpa-Pool/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Florian Kohfeldt bleibt trotz der sportlichen Talfahrt und sieben Niederlagen in Serie Trainer von Werder Bremen, teilte der Fussball-Bundesligist nach zweitägigen Beratungen mit.

    Der 38-Jährige wird damit im DFB-Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig auf der Bremer Bank sitzen.

    Einen Freifahrtschein bis zum Saisonende stellten die Werder-Bosse ihrem hoch geschätzten, zuletzt jedoch extrem erfolglosen Coach aber nicht aus. «Wir müssen in der aktuellen Situation von Spiel zu Spiel schauen, von daher möchte ich keine längerfristigen Garantien aussprechen», sagte Baumann. Heisst: Ein Debakel gegen den Tabellenzweiten aus Leipzig, gegen den es in der Liga zuletzt ein 1:4 setzte, und die Diskussionen um den Trainer gehen weiter.

    Doch das Vertrauen in Kohfeldt scheint bei den Verantwortlichen bei aller Kritik aus dem Umfeld weiterhin gross. «Die Frage ist, was gibt uns die höchste Wahrscheinlichkeit, in der Liga zu bleiben? Und wir sind der Überzeugung, dass das mit Florian der Fall ist», sagte Baumann. Bereits in der vergangenen Spielzeit hatten die Verantwortlichen um Kohfeldt-Fan Baumann am Coach trotz einer höchst prekären Lage festgehalten. Kohfeldt zahlte das Vertrauen zurück und verhinderte mit den Grün-Weissen in der Relegation gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Heidenheim den ersten Abstieg seit 1980.

    In die laufende Saison waren die Norddeutschen auch aufgrund vieler Abgänge mit dem Ziel gegangen, «stabil in der Liga zu bleiben». Trotz oft unansehnlichen Fussballs sah es lange Zeit so aus, als würde Kohfeldt dies mit seiner Mannschaft schaffen. Nach dem 2:0 bei Arminia Bielefeld am 10. März hatte Werder elf Punkte Vorsprung auf Platz 16 und schien bereits frühzeitig gerettet. Doch dann folgten sieben Niederlagen in Serie - Vereinsnegativrekord.

    Als Tabellen-14. hat Werder jetzt nur noch einen Punkt Vorsprung auf den 1. FC Köln auf dem Relegationsplatz 16. Hertha BSC hat als Tabellenvorletzter bei vier Punkten Rückstand aber noch drei Nachholspiele zu bestreiten und könnte so noch an Bremen in der Tabelle vorbeiziehen.

    Nach dem desaströsen Auftritt beim 1:3 bei Union Berlin am Samstag deutete daher viel auf eine Trennung hin, da sich die Vereinsspitze zunächst nicht zu einem Bekenntnis zu Kohfeldt durchringen konnte. Als Interimscoach wurde über Werder-Legende Thomas Schaaf spekuliert, der am 30. April seinen 60. Geburtstag feiert.

    Baumann räumte Gespräche mit anderen Kandidaten ein. «Ich kann bestätigen, dass wir uns mit Alternativen beschäftigt haben, aber Namen werde ich nicht kommentieren», sagte Baumann. Auch Schaaf sei in die Beratungen der vergangenen Tage eingebunden gewesen. Ob die Werder-Legende es abgelehnt habe einzuspringen, wollte Baumann aber nicht kommentieren.

    Doch scheint gut möglich, dass Kohfeldt auch deshalb weitermachen darf, weil die Verantwortlichen auf die Schnelle und angesichts der prekären Lage keinen Nachfolger gefunden haben. Der Trainer, den Baumann in den Debatten als «sehr kämpferisch wahrnahm», steht nun auf jeden Fall weiter unter Druck. «Wir müssen die Trendwende einleiten, und das wollen wir auch schon am Freitag gegen Leipzig sehen», stellte Baumann klar.

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